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Neuville: «Ich hatte viel weniger Glück als Kris»

Von - 14.03.2017 11:26

Thierry Neuville schaffte bei der dritten Station der Rallye-Weltmeisterschaft in Mexiko nach zwei vergeigten Auftritten mit Rang drei endlich den Sprung aufs Podium.

Thierry Neuville war bei den ersten beiden WM-Rallyes 2017 in Monte Carlo und Schweden so etwas wie der Don Quichotte, die tragische Figur eben. Zweimal in klarer Führung verspielte er jeweils auf der letzten Samstag-Prüfung den möglichen Sieg. In Mexiko traute er sich zu, seinen Fauxpas auszubügeln und den Triumph nachzuholen.

Doch diesmal vereitelte die Mechanik des neuen Hyundai i20 Coupé WRC auf den beiden Durchgängen der letzten Freitagsentscheidung im Autodrom von León dieses Vorhaben. Der Vizechampion verlor dort 35 Sekunden und schrammte so gerade noch an der Gefahr vorbei, am Samstag nach dem Rally2-Reglement starten zu müssen. Am Ende schaffte er noch den dritten Rang und damit endlich seine erste Podiumsplatzierung 2017.

«Bin ich zufrieden?», fragte Neuville rhetorisch. «Ich würde sagen, ja, aber nicht zu 100 Prozent. Mein Ziel war es, hier um den Sieg zu kämpfen. Wir hatten Probleme am ersten Tag. Das Team machte aber einen fantastischen Job. Am Freitagabend wussten wir nicht, ob wir noch weiter in der Rallye bleiben würden.»

Mit einem Rückstand von 55 Sekunden startete Neuville in die zweite Etappe und verlegte seine Konzentration darauf, seinen Podestplatz zu verwalten. Sein nächstes Ziel war, sich die fünf Bonuspunkte für die Bestzeit auf der Power Stage zu sichern.

«Unser Auto ist immer schnell. An diesem Wochenende hatten wir dann nur noch im Auge, viele Punkte zu holen und die Power Stage zu gewinnen», führte Neuville weiter aus. «Für uns gab es keinen Grund zu attackieren. Unsere Zeiten waren auch so gut, immer in den Top 3, 4 oder 5.»

Letztlich schaffte Neuville inklusive der Power Stage vier Bestzeiten. Er hatte seine Aufgabe erledigt. Er merkte zu dem Glück des Siegers Kris Meeke auf der letzten Prüfung an: «Ich weiß nicht, was ich denken soll. Ich erinnere mich an meine letzten beiden Rallyes. Dort hatte ich viel weniger Glück als Kris. Das ist der Beweis, das so etwas im Rallyesport eben möglich ist.»

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