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Australien: Die richtigen Pneus auf rolligem Schotter

Von - 15.11.2017 11:08

Beim Finale der Rallye-Weltmeisterschaft in Australien kommt es zum letzten Mal in diesem Jahr auf die richtige Wahl der Reifen für die Schotterpisten auf dem teils rolligen Belag in New South Wales an.

Das Saisonfinale zur Rallye-Weltmeisterschaft am kommenden Wochenende verspricht noch einmal packende Action und Hochspannung pur: In Australien kämpfen Hyundai-Werksfahrer Thierry Neuville und Ott Tänak im Ford Fiesta WRC um Platz zwei in der Meisterschaft. Wie ein Großteil des Feldes vertrauen beide auf die besonders leistungsfähigen und robusten Michelin LTX Force-Schotterreifen. Mit am Start ist auch der frisch gebackene Weltmeister Sébastien Ogier, der bereits vor zwei Wochen in Wales gemeinsam mit Beifahrer Julien Ingrassia zum fünften Mal in Folge auf Reifen von Michelin die WM-Krone eroberte. Gleichzeitig triumphierte das Ford-Privatteam M-Sport in der Herstellerwertung. Mit dem insgesamt 52. Rallye-WM-Titel schrieb Reifenpartner Michelin erneut Motorsportgeschichte.

Nach den Schlammfestspielen im kalten und regenreichen Wales hatten die weltbesten Lenkradartisten an diesem Wochenende eigentlich auf ein wärmendes Kontrastprogramm gehofft – und zwar im wahrsten Wortsinne. Doch statt sengender Sonne erwarten die Protagonisten bei der Rallye Australien, 13. und letzter WM-Lauf des Jahres, voraussichtlich Regen und Temperaturen von rund 20 Grad. Unter diesen Umständen verwandeln sich die Naturstraßen schnell in Rutschbahnen. Das Wetter könnte also für zusätzliches Salz in der Suppe sorgen.

Aus Reifensicht hält der spezielle Fahrbahnbelag dieser fast ausschließlich auf Schotterpisten ausgetragenen Veranstaltung zahlreiche Besonderheiten bereit. Hierbei muss der Michelin LTX Force-Schotterpneu seine Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis stellen: Obwohl auf der Südhalbkugel gänzlich andere Bedingungen vorherrschen als noch vor zwei Wochen in den walisischen Wäldern, überzeugt dieser Reifen auch auf dem Fünften Kontinent mit Top-Traktion und beeindruckender Zuverlässigkeit. Nach dem vorzeitigen Gewinn des 25. Weltmeistertitels in der Fahrer- und der 27. WM-Trophäe in der Herstellerwertung will Michelin die Saison so beenden, wie sie begann: mit einem Sieg. Seit Beginn der Ära der World Rally Cars mit 1,6-Liter-Hubraum konnte die französische Premiummarke mit Ausnahme des diesjährigen britischen WM-Laufs bislang sämtliche Rallyes in der Topkategorie für sich entscheiden.

Die richtige Reifenstrategie: Weich am Morgen, hart am Nachmittag

Die Champions: Sébastien Ogier, Beifahrer Julien Ingrassia und M-Sport eroberten mit dem Michelin bereiften Ford Fiesta WRC in dieser Saison vorzeitig sämtliche WM-Titel.

«Der sogenannte ,Straßenkehrer-Effekt‘ spielt bei allen Schotter-Rallyes in der Weltmeisterschaft eine große Rolle – also die Tatsache, dass jene Teams, die als erste starten, die Ideallinie für die Nachfolgenden von losen Steinen befreien müssen. In Australien ist dieses Phänomen besonders ausgeprägt. Da hier derzeit fast schon Sommer herrscht, liegt auf dem losen Schotter auch noch eine dicke Staubschicht», erklärt Jacques Morelli, Leiter des Rallye-WM-Programms von Michelin. «Die Fahrbahnoberfläche bricht schnell auf. Hinzu kommt die große Hitze: Bereits am Vormittag können die Bodentemperatur auf bis zu 35 Grad Celsius klettern. Daher dürften viele Teams bei der ersten Durchfahrt über die Wertungsprüfungen auf den Michelin LTX Force S5 setzen, um auf dem weichen Untergrund die bestmögliche Traktion zu erzielen. Nachdem die Turbo-Allradler den ersten Durchgang absolviert haben, präsentiert sich die Fahrbahn auf der anschließenden Nachmittagsschleife in einem deutlich schrofferen, raueren Zustand. Dann spielt die härtere H4-Mischung des Michelin LTX Force ihre Stärken voll aus, zumal das Quecksilber zu diesem Zeitpunkt in Bodennähe oft über die 50-Grad-Marke steigt. Bei der Wahl des richtigen Set-ups können unsere Partnerteams auf die Ergebnisse der Tests zurückgreifen, die wir gemeinsam in Europa absolviert haben. Dabei wurde die jeweilige Fahrwerksabstimmung auch dahingehend optimiert, ob ein Fahrer ein oder zwei Reserveräder im Kofferraum mitführt. Die Crews müssen genau abwägen: Einerseits kann es ein Vorteil sein, wenn ein Team gegen Ende einer Tagesetappe noch zwei frische Pneus aufziehen kann. Andererseits beläuft sich der Zeitverlust durch das Gewicht eines zusätzlichen Ersatzrades auf fast eine Zehntelsekunde pro Kilometer.»

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