WRC

Rallye Mexiko: Wieder ein Desaster für Toyota

Von - 12.03.2018 12:23

Toyota erlebte in der dünnen Höhenluft Mexikos ein größeres Desaster als im letzten Jahr. 2017 war Jari-Matti Latvala nach Überhitzungsproblemen am Toyota Yaris WRC mit Rang sechs Bester der Truppe von Tommi Mäkinen.

In diesem Jahr aber schaffte Latvala nur Rang acht (+ 15:47,1). Neben den erneut aufgetauchten Überhitzungsproblemen setzten sich die Piloten selbst schachmatt. Latvala musste auf der ersten Etappe nach einem Ausrutscher mit einer defekten Lichtmaschine aufgeben. Esapekka Lappi landete am Freitag in der mexikanischen Botanik. Ott Tänak tat es ihm am Samstagmorgen nach.

Wenigstens am letzten Tag gab es etwas Sonnenschein bei Toyota. Alle drei Sonntagsprüfungen gingen an die Yaris-Piloten. Latvala gewann die erste Finalentscheidung. Tänak legte auf der zweiten Prüfung nach und holte zudem den Sieg auf der Power Stage und fünf Bonuspunkte.

Latvala musste nach einem technischen Problem am Freitagabend unter Rallye-2-Regeln am Samstag neu starten, aber trotz einer Zeitstrafe schaffte er es wieder in die Punkteränge und wurde Achter. Er gewann die erste Sonntag-Entscheidung um 9,7 Sekunden. Er war dann Zweiter bei beiden Durchgängen der Prüfung «Las Minas» und erzielte vier Bonuspunkte auf der Power Stage.

Für Esapekka Lappi stand die Rallye Mexiko mehr unter dem Aspekt «Erfahrungen sammeln». Nach seinem Ausfall am Freitag startete er am Samstag nach dem Rally-2-Modus. Am Ende verfehlte er mit dem elften Platz die Punkteränge.

Tänak gewinnt Power Stage

Tänak hatte nach dem Ausfall am Samstagmorgen beim Mexiko-Finale am Sonntag nur ein Ziel, möglichst viele Bonuspunkte auf der Power Stage zu holen, was er auch mit der Bestzeit schaffte. Dennoch blieb letztlich nur der 14. Endrang.

Tommi Mäkinen (Teamchef): «Der Sonntag sorgte für ein versöhnliches Ende bei einem sehr schwierigen Wochenende. Alle Prüfungen am Sonntag zu gewinnen, war ein wenig Balsam für uns. Wir waren froh, dass es Ott und Jari-Matti gelungen ist, auf der Power Stage einige Punkte zu holen. Es tat gut zu sehen, dass das Auto lief, wie es sollte. Das Team hat am Samstag gute Arbeit geleistet, um unsere Probleme in den Griff zu bekommen. Für Jari-Matti war es natürlich enttäuschend, am Wochenende diese technischen Probleme zu haben. Aber er hat Punkte geholt, und das ist eine kleine Entschädigung.»

Jari-Matti Latvala suchte nach einem positiven Fazit: «Ich hatte am Sonntagmorgen ein gutes Gefühl. Das Auto hat sich auch gut angefühlt. Das gab etwas Motivation. Wir haben die erste Prüfung gewonnen, auch die zweite lief ganz gut. In der Power Stage habe ich alles gegeben. Ich freue mich über die zweitschnellste Zeit. Es war ein schwieriges Wochenende. Aber nach dem Ausfall kamen wir zurück und haben noch acht Punkte geholt. Ich weiß, dass das Auto Leistung hat. Jetzt liegt es an mir, meine Leistung zu finden.»

Ott Tänak: «Ich war ganz auf die Power Stage fixiert. Wir hatten nichts zu verlieren und wollten unbedingt nur diese fünf Punkte holen. Das Auto lief gut und es fühlte sich auch wirklich gut an. Das war eine zusätzliche Motivation für mich. Natürlich bin ich mit dem Gesamtergebnis nicht zufrieden. Wir wollten hier gewinnen. Wir haben eine lange Saison, die Leistung ist da. Es war meine erste Schotterrallye im Toyota Yaris. Wir haben viel gelernt und auch erkannt, wo wir uns noch verbessern können.»

Esapekka Lappi: «Am Ende haben wir uns auf die Power Stage konzentriert. Es war ein hartes Wochenende für uns. Unser Hightlight waren eigentlich nur die Zuschauer-Prüfungen. In unserem Pre-Event-Test haben wir einige Sachen auf einer Kart-Bahn ausprobiert. Es ist uns da gelungen, einige Sachen zu finden, die in Mexiko auch funktioniert haben. Ich habe auf der Zuschauer-Prüfung in León die Bestzeit erzielt. Zuvor haben wir aber viel Zeit verloren. Wir haben viele Daten und viel Erfahrung hier gesammelt.»

Rallye Mexiko – Endstand nach 22 Prüfungen:

Platz

Team/Auto

Zeit/Diff.

1.

Ogier/Ingrassia (F), Ford

3:53:58,0

2.

Sordo/Del Barrios (E), Hyundai

+ 1:03,6

3.

Meeke/Nagle (GB/IRL), Citroën

+ 1.19,2

4.

Mikkelsen/Jaeger (N), Hyundai

+ 1:38,4

5.

Loeb/Elena (F/MC), Citroën

+ 2:24,6

6.

Neuville/Gilsoul (B), Hyundai

+ 9:03,0

7.

Tidemand/Andersson (S), Skoda R5

+ 10:24,7

8.

Latvala/Anttila (FIN), Toyota

+ 15:37,1

9.

Greensmith/Craig (GB), Ford R5

+ 17:09,3

10.

Heller/Olmos (RCH/RA), Ford R5

+ 24.18,1

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Jari-Matti war auf Platz acht der beste Toyota-Pilot © Toyota Jari-Matti war auf Platz acht der beste Toyota-Pilot Ott Tänak gewann wenigstens die Power Stage © Toyota Ott Tänak gewann wenigstens die Power Stage Esapekka Lappi sammelte überwiegend Erfahrungen © Toyota Esapekka Lappi sammelte überwiegend Erfahrungen
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