WRC

Portugal: Citroën hofft mit Trio auf Sieg

Von - 14.05.2018 10:23

Citroën tritt beim sechsten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Portugal mit drei C3 WRC an und peilt beim portugiesischen Schotter-Klassiker den ersten Saisonsieg an.

Der WM-Lauf in Portugal (17.–20. Mai) ist der erste von drei europäischen Schotterrallyes in Folge. Vor allem die leidenschaftlichen Fans machen das sechste Kräftemessen der Saison zu einem Höhepunkt im Weltmeisterschaftskalender. Das Team Citroën Total Abu Dhabi WRT setzt erneut drei Citroën C3 WRC ein. Die drei Fahrerpaarungen, die die Podestplätze anvisieren, sind: Kris Meeke/Paul Nagle, Craig Breen/Scott Martin und Mads Østberg/Torstein Eriksen.

Wegen der herausragenden Stellung im WM-Kalender und den enthusiastischen Fans entlang der Strecken adelt ein Sieg in Portugal jeden Rallye-Piloten. Die Schotterpisten zu befahren ist Genuss und Herausforderung gleichermaßen. Das wissen Kris Meeke und Mads Østberg nur allzu gut: Meeke hat 2016 in Portugal gewonnen, Østberg 2012, als der portugiesische Klassiker noch an der Algarve ausgetragen wurde. Insgesamt verbuchte die französische Equipe bislang fünf Siege in Portugal.

Kris Meeke hat sich in dieser Saison bereits in guter Form auf Schotter gezeigt: In Mexiko jubelte er als Dritter auf dem Podium. Und auch in Argentinien war ein Pokal schon in Reichweite, doch bremste ein Reifenschaden den Briten ein. Für zusätzlichen Optimismus, erneut aufs Podium zu fahren, sorgt das technische Upgrade an der Hinterachse der Citroën C3 WRC, das bereits in Argentinien für ein stabileres Fahrverhalten gesorgt hat.

«Nach den beiden eher ruppig-steinigen Rallyes in Mexiko und Argentinien ist Portugal eigentlich der erste echte Prüfstein, um unsere Schlagkraft auf schnellen Schotterpisten unter Beweis zu stellen», so Meeke. «Ich werde versuchen, am ersten Tag von meiner vorteilhaften sechsten Startposition zu profitieren. Ich mag diese Rallye und habe wie schon in Argentinien große Hoffnungen, die Fortschritte unseres C3 WRC zeigen zu können.» Besonderer Höhepunkt der 20 Prüfungen (358,19 km) in der Region Porto: Der berühmte ‚Fafe’-Sprung, bei dem die Autos rund 40 Meter weit fliegen.

Craig Breen, der den ersten Wettkampftag als Zehnter in Angriff nimmt, hofft, wie im Vorjahr von seiner Startposition profitieren zu können: «2017 lief es am ersten Tag so gut, dass wir um die Führungsposition gekämpft haben. In Argentinien waren wir trotz Erfahrungsrückstand nah an den Spitzenzeiten dran. Daran wollen wir anschließen. Wenn uns keine Fehler unterlaufen, sollte es mit einem guten Ergebnis klappen.» Allerdings weiß auch Breen, dass jedes Auto, das über die Pisten fährt, Spurrillen in den Sand fräst und Steine freilegt. So ändert sich der Charakter der Prüfungen stetig, eine zusätzliche Herausforderung.

Mads Østberg kehrt nach drei Monaten Pause ins Team von Citroën zurück. «Mein letzter Einsatz in Schweden scheint Lichtjahre entfernt», sagt der Norweger, der 2012 in Portugal seinen bislang einzigen WM-Sieg gefeiert hat. «Ich hatte zwar einen guten Schotter-Testtag mit dem C3 WRC, doch werde ich sicher etwas Eingewöhnungszeit brauchen und entsprechend agieren. Mein vorrangiges Ziel für Portugal ist es, das Auto heil zurückzubringen und dann drei Wochen später in Sardinien voll anzugreifen.»

Citroën-Teamchef Pierre Budar blickt optimistisch nach Portugal: «Wir haben bereits vor Argentinien mit allen drei Fahrerpaarungen in Portugal getestet, sind also gut vorbereitet für die erste ‚konventionelle‘ Schotterrallye des Jahres. Entsprechend werden wir vom Start weg attackieren.»

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