WRC

Portugal: Treiben auf der Piste und an der Spitze

Von - 18.05.2018 20:37

Der sechste Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft in Portugal erlebte eine sehr turbulente erste Etappe mit frühen Ausfällen einiger Spitzenfahrer und einen siebenmaligen Führungswechsel mit Thierry Neuville an der Spitze.

Die Rallye Portugal bot auf der ersten Etappe einiges, mehr als es den Spitzenteams lieb war. Am schlimmsten erwischte es das Toyota-Team, das am Vormittag auf den beiden ersten Freitag-Entscheidungen zwei seiner Leistungsträger abschreiben durfte. Auf der ersten Prüfung zerstörte der Argentinien-Sieger Ott Tänak, Gewinner des Portugal-Auftaktes, an einem dicken Stein den Kühler seines Yaris WRC und funkte seinem Teamchef Tommi Mäkinen seinen frühen Feierabend. Kaum hatte Mäkinen diese Nachricht verdaut, traf schon die nächste Hiobsbotschaft ein. Jari-Matti Latvala meldete den Stillstand, nachdem er die rechte Vorderradaufhängung kalt verformt hatte. Tänak muss auf eine weitere Teilnahme an der Rallye Portugal verzichten.

Auf der ersten Entscheidung des zweiten Freitag-Durchgangs musste der Tabellenführer und dreifache Saisonsieger Sébastien Ogier an den M-Sport-Chef Malcolm Wilson melden, dass er als Gesamtvierter seinen Ford Fiesta WRC nach einem Ausrutscher auf dem feinen Schotter an einem Baum parkte.

Doch auch der Hersteller-Tabellenführer Hyundai musste am späten Nachmittag einiges einstecken. Auf der siebten Prüfung Hyundai blieben wegen beschädigter Aufhängungen am i20 Coupé WRC der kurzfristig zweimal führende Hayden Paddon als auch der bis dahin auf Rang zehn liegende Andreas Mikkelsen liegen. Paddon rutschte nach nur 2,4 km von der feinen Schotterpiste und schlug hart in einem Graben ein. Der Neuseeländer wurde zu einem weiteren Check ins Krankenhaus gebracht. Die Prüfung wurde neutralisiert.

Der Interim-Leader Dani Sordo fiel nach Reifenproblemen auf den vierten Platz zurück. Die Führung wechselte nach der neutralisierten Prüfung und vor den beiden Durchgängen der nur 1,85 km langen Stadtprüfung in Porto zum Teamkollegen Thierry Neuville, 7,3 Sekunden Elfyn Evans (Ford Fiesta WRC) und 11,6 Sekunden vor Kris Meeke im Citroën C3 WRC.

«Ich habe gemerkt, dass all meine Reifen fertig waren. Dennoch habe ich hart gepusht. Das Auto hart gut gearbeitet, besonders nachdem ich die Differenziale etwas verändert habe. Aber das, was hier passiert ist, ist natürlich ein harter Schlag für das Team», erklärte Neuville.

«Zum Glück blieben wir von Problemen verschont, aber bislang war es hart und sehr schwierig, und das haben wir auch heute sehr gut sehen können», führte Evans an.

«Wir hatten einen Reifenschaden und haben deswegen einige Zeit verloren», merkte Meeke an, dessen Teamkollege Craig Breen ebenfalls wegen eines Reifenschadens zwei Minuten verlor und vorläufig auf Rang sechs geführt wurde.

Rallye Portugal – Stand nach der 9. von 20 Prüfungen:

Platz

Team/Auto

Zeit/Diff.

1.

Neuville/Gilsoul (B), Hyundai

1:37:30,7

2.

Evans/Barritt (GB), Ford

+ 17,7

3.

Sordo/Del Barrios (E), Hyundai

+ 24,3

4.

Suninen/Markkula (FIN), Ford

+ 34,4

5.

Lappi/Ferm (FIN), Toyota

+ 45,8

6.

Östberg/Eriksen (N), Citroën

+ 48,3

7.

Meeke/Nagle (GB/IRL), Citroën

+ 1.18,7

8.

Breen/Martin (IRL/GB), Citroën

+ 2.27,3

9.

Greensmith/Parry (GB), Ford R5

+ 6:57,1

10.

Pieniazek/Nazur (PL), Skoda R5

+ 7:31,4

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