WRC

Loeb: «Ich wusste nicht, das wir gesiegt haben»

Von - 29.10.2018 15:45

Die neunfachen Rekordchampions Sébastien Loeb/Daniel Elena gewannen beim vorletzten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft zum neunten Mal in Spanien, es war ihr 79. WM-Triumph und der erste Saisonsieg für Citroën.

Vor sechs Jahren beendete Sébastien Loeb am Ende der Saison 2012 offiziell seine WM-Karriere, doch er wollte 2013 noch eine kurze Abschiedstournee. Im Mai 2013 feierte er im Citroën DS3 WRC in Argentinien seinen vorerst letzten Sieg, dann wanderte er mit Citroën in die Tourenwagen-Weltmeisterschaft und später mit Peugeot in die Rallycross-Weltmeisterschaft ab. Doch ohne das Rallye-Feeling wollte der 78-fache Rekordsieger nicht leben und absolvierte in diesem Jahr mit drei ausgewählten Rallyes ein Kurzprogramm (Mexiko, Korsika und Spanien) mit Citroën, das nun mit seinem neunten Spanien-Sieg, seinem 79. WM-Triumph und dem ersten Saison-Volltreffer für das Zwei-Zacken-Team im spanischen Salou endete.

Da Peugeot etwas überraschend Ende des Jahres sein Rallycross-Engagement beendet, hätte Loeb vielleicht wieder etwas Zeit für seine Rallye-Leidenschaft. In Salou gab er ein Interview.

Wie fühlt sich dieser Sieg an?

Loeb: «Es fühlt sich wirklich gut an. Als ich für diese Saison drei Rallyes plante, wusste ich nicht, was mich erwartet. Ich wusste, dass ich noch schnell fahren kann, aber konnte ich auch vorne mitfahren? Ich wusste es nicht. Es war nicht so einfach, aber schließlich kam das Gefühl wieder zurück. Zu siegen war ein unglaubliches Gefühl.»

Vor dem Start hast du gesagt, dass es etwas vermessen wäre, über einen Sieg zu sprechen?

Loeb: «Ich wusste nicht, was ich erwarten sollte. Ich weiß, dass die Konkurrenz sehr stark ist und dass sie in diesen Autos viel besser fahren kann als ich. Und dann war noch das Wetter, mit Regen, es war hart. Ich bin seit sechs Jahren nicht mehr auf Asphalt im Regen gefahren.»

Als du bei der letzten Prüfung ins Ziel kamst, hast du gewusst, dass du gewonnen hattest?

Loeb: «Ich wusste es nicht. Wir überquerten die Ziellinie, und wir wussten es nicht, dann haben wir gemerkt, dass wir gewonnen hatten. Zu warten und die Zeit zu überprüfen, machte es noch spannender. Man weiß, dass, wenn man eine Etappe mit einem guten Vorsprung beginnt und dann die letzte Prüfung fährt, dann ist alles vorbei, der Sieg ist da. Aber nun war es so knapp, ich wusste es einfach nicht. Ich habe im Rallycross nicht viel gewonnen. Gewinnen war für mich wieder neu und deshalb so emotional.»

Werden wir dich nächstes Jahr auf der Rennstrecke sehen?

Loeb: «Ich hatte noch keine Zeit darüber nachtzudenken, was nächstes Jahr kommen wird. Als ich von Peugeot den Rückzug aus dem Rallycross erfuhr, dachte ich sofort an Spanien. Ich hatte einen guten Pre-Event-Test. Ich hatte keine Zeit an etwas zu denken.

Aber dieser Sieg muss dich motivieren, nächstes Jahr wieder für mehr Rallyes zu kommen?

Loeb: «Vielleicht ja. Ich habe das Wochenende sicher genossen. Es war ein wirklich schönes Gefühl wieder zu kämpfen und die Rallye zu gewinnen. Hier fühle ich mich wohler als in jeder anderen Disziplin. Ich weiß, warum ich mich zurückziehe, es kostet eine Menge Zeit und Engagement. Es ist nicht das, was ich heute will und auch für einige Rallyes ist es kompliziert. Wir müssen sehen.»

Apropos Reifen, die Wahl am Sonntagmorgen hat den Grundstein für diesen Sieg gelegt. Was hat dich dazu gebracht, harte Reifen zu wählen, als alle anderen weich wählten?

Loeb: «Ich war wirklich überrascht, dass niemand sonst auf harte Reifen ging. Ich war überzeugt, dass die gute Wahl die harten waren. Mit den Informationen, die ich hatte, war ich nur sicher, dass dieser Reifen funktionieren könnte. Selbst im Regen dachte ich, vielleicht wäre es vielleicht sogar besser als das Weiche.

Du warst emotional, wir konnten das sehen - es erinnerte ein wenig an deinen ersten Sieg bei der Rallye Finnland 2008 ...

Loeb: «Ich denke, der Vergleich kann sein, weil es in Finnland auch ein Kampf bis zum Ende war, es war ein großer Kampf bis zum Ende mit einer sehr knappen Vorsprung und das macht es immer etwas Besonderes. In meiner Karriere gab es nicht so viele so kurze Abstände und das macht es noch besser.»

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