WRC

FIA-Chef Todt fordert ab 2022 Hybrid-Autos

Von - 01.02.2019 11:45

Bei der Eröffnung der Hall of Fame mit dem Thema «Rallye-Weltmeisterschaft» hat der FIA-Direkor Jean Todt eindringlich den Einsatz von Hybridfahrzeugen im Rallyesport gefordert.

Wie in anderen Automobilsportsparten muss auch im Rallyesport der Einsatz von Hybrid- oder Elektrofahrzeugen möglich sein, auch wenn der Versuch in der Rallycross-Weltmeisterschaft vorerst gescheitert ist. Nun will Todt die Hersteller zu einem solchen Konzept wenn nötig zwingen.

«Es ist eine große Enttäuschung für mich, zu sehen, dass im Rallyesport keine Hybridtechnik oder moderne Technologien eingesetzt werden. Die Hersteller wollen das nicht. Sie wollen nicht, dass die Vorschriften geändert werden. Das ist für mich kein Standpunkt», erklärte Todt.

«Wenn ich die Automobilausstellungen in Frankfurt, Paris, China, Japan oder Genf besuche, sehe ich überall nur neue Technologien. Da sagen die Hersteller, dass wir Hybridantrieb brauchen. Die FIA-Techniker arbeiten zusammen mit den Herstellern daran, dies 2022 auch zu verwirklichen.»

Bei dieser einzuleitenden Wende dürfte der Zeitrahmen sehr eng gefasst sein. Yves Matton, der Rallyesportbeauftragte, verteidigt die Vorgaben. «Wir wissen sehr genau, was wir planen. 2019 werden die Vorschriften bekannt gegen. Dies lässt den Herstellern mehr Zeit als nötig.»

Für die FIA ist das der einzige vertretbare Weg für die Zukunft, auch unter Aspekt, neue Hersteller für den Rallyesport zu gewinnen. Die Fans werden diesen Schritt nicht so mögen, aber bei der FIA haben die Hersteller die absolute Priorität, die Zuschauer weniger.

In der Formel 1 hat es nach anfänglicher Skepsis auch funktioniert. In der Sportwagen-Weltmeisterschaft sollen nach dem Rückzug von Audi und Porsche 2021 und 2022 weitere Schritte in der Hybridisierung folgen und die Kosten reduzieren.

2009 baute Citroën den C4 WRC Hybrid, mehr als eine Studie. Dani Sordo hatte diesen in Portugal getestet. «Im Elektromodus kann man durch Dörfer fahren, ohne das geringste Geräusch zu machen, das ist für ein Rallyeauto sehr ungewöhnlich», sagte damals Sordo. «Das ist besser für die Umwelt.» Sordo schränkt aber auch ein: «Auf den Prüfungen ist das allgemeine Verhalten des Autos ein bisschen anders als das des normalen C4 WRC, weil im Heck mehr Gewicht ist. Im Großen und Ganzen ist das Gefühl dasselbe wie das, das ich im normalen Rallye-Auto habe.»

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