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Ex-Ferrari-Teamchef: «Verstappen ist wie Schumacher»

Der frühere Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene spricht über die missratene Ferrari-Saison 2025 und über die Qualitäten der Fahrer Lando Norris, Lewis Hamilton, Charles Leclerc und Max Verstappen.

Mathias Brunner

Von

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Von 2014 bis Anfang 2019 hat Maurizio Arrivabene die Geschicke des Formel-1-Rennstalls von Ferrari geleitet. Dann hat der heute 68-Jährige aus Brescia keinen Vertrag mehr erhalten. Ferrari-Präsident John Elkann ersetzte ihn durch Technikchef Mattia Binotto.

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Arrivabene stolperte über die gleiche Hürde wie vor ihm Stefano Domenicali und wie nach ihm Mattia Binotto (den Kurzauftritt von Sonnenbrillen-Fan Marco Mattiacci lassen wir hier mal aussen vor) – obschon Ferrari Stars am Lenkrad hatte wie Fernando Alonso und Sebastian Vettel wurde es nichts mit dem ersten Fahrer-WM-Titel seit Kimi Räikkönen 2007.

Und an diesem Punkt sind wir noch immer, inzwischen mit dem Franzosen Fred Vasseur am Ruder der berühmtesten Scuderia der Welt: Ferrari hat 2025 nicht nur im Titelkampf eine Statistenrolle gespielt, die Italiener haben noch nicht einmal einen Grand Prix gewonnen. Das schmerzt die Seele der treuen Tifosi.

Maurizio Arrivabene (68) meldet sich heutzutage selten zu Wort, aber gegenüber meinem Kollegen Leo Turrini vom News-Portal Quotidiano Sportivo hat er eine Ausnahme gemacht.

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Arrivabene sagt zur Saison 2025: «Kompliment an Lando Norris. Er hätte vielleicht den Titel ein wenig früher gewinnen können, aber er war in entscheidenden Momenten stark. Ich möchte die Qualitäten des Rennstalls McLaren betonen.»

«McLaren hatte von 1998 bis 2024 keinen Konstrukteurs-WM-Titel mehr gewonnen, vor Norris der letzte McLaren-Champion war Lewis Hamilton 2008. Sie haben eine Wüste durchquert und das Team komplett neu aufgestellt. Einer der ganz wichtigen Männer dafür ist Andrea Stella, und das finde ich bedauerlich.»

«Ich finde es deshalb bedauerlich, weil Stella Ferrari verlassen hat, kurz bevor ich dort meine Arbeit aufnahm. Ich hätte sehr gerne mit ihm an der Seite gearbeitet, im Rennwagenwerk gab es niemanden, der ein schlechtes Wort über ihn gesagt hat.»

Arrivabene gibt zu: «Ich verfolge das Geschehen immer noch sehr aufmerksam, und nichts ist stärker in meinem Herzen zuhause als Ferrari. Das ist eine Leidenschaft, auf die ich nicht verzichten kann.»

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«Ich bin enttäuscht, so wie jeder Tifoso. Ich weiss, wie schwierig es ist, in der Formel 1 zu gewinnen. Also verzichte ich lieber auf Urteile über jene, die heute dort das Sagen haben.»

Unter den Fans wird heiss diskutiert, ob das Engagement von Lewis Hamilton korrekt war. Arrivabene meint: «Das ist keine so leicht zu beantwortende Frage. Für mich jedenfalls ist Hamilton nicht am Ende. Er ist noch konkurrenzfähig. Aber einen wie ihn holst du erst dann, wenn du ein schnelles Auto hast. Er braucht die richtigen Werkzeuge, um sich optimal entfalten zu können. Wenn er das nicht hat, dann kommen auch die Ergebnisse nicht. Das ist keine Kritik, das ist gesunder Menschenverstand.»

«Charles Leclerc hingegeben – den bewundere ich. Ich habe ihm 2019 den Steigbügel in die Formel 1 gehalten. Er ist ein fabelhafter Pilot und hat das mehrfach bewiesen. Ich habe null Zweifel: Er wird eines Tages Weltmeister. Ich würde mir wünschen, dass er dies mit Ferrari schafft, aber ich weiss es nicht.»

Noch ein Pilot wird von Arrivabene über den Klee gelobt: «Max Verstappen ist ein Phänomen. Ein modernes Formel-1-Auto besteht aus 50.000 Teilen, und bei Max hast du immer den Eindruck, dass er auch aus dem hinterletzten Teil das Beste rausholt.»

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«Für mich ist Verstappen der natürliche Nachfolger von Michael Schumacher. Er hat die gleichen Stärken, er hat das gleiche Gespür für Führungsqualitäten. Wer für ihn arbeitet, der ist Willens, alles zu geben. Das war früher bei Schumi auch so.»

  • Alle Ferrari-Teamchefs

  • Seit 2023: Fred Vasseur

  • 2019–2022: Mattia Binotto

  • 2014–2019: Maurizio Arrivabene

  • 2014: Marco Mattiacci

  • 2007–2014: Stefano Domenicali

  • 1993–2007: Jean Todt

  • 1992/1993: Sante Ghedini

  • 1991: Claudio Lombardi

  • 1989–1991: Cesare Fiorio

  • 1978–1988: Marco Piccinini

  • 1977: Robert Nosetto

  • 1976: Daniele Audetto

  • 1976: Guido Rosani

  • 1974/1975: Luca Montezemolo

  • 1973: Sandro Colombo

  • 1971/1972: Peter Schetty

  • 1968–1970: Franco Gozzi

  • 1967: Franco Lini

  • 1962–1966: Eugenio Dragoni

  • 1958–1961: Romolo Tavoni

  • 1957: Mino Amorotti

  • 1956: Eraldo Sculati

  • 1952–1955: Nello Ugolini

  • 1947–1951: Federico Giberti

  • 1935–1940: Nello Ugolini

  • 1934: Federico Giberti

  • 1932/1933: Mario Lolli

  • 1930/1931: Saracco Ferrari

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4

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5

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