Kanada-GP-Sieger Kimi Antonelli: «Schade, ging Russell-Duell so zu Ende»
Kimi Antonelli hat den packenden Grossen Preis von Kanada gewonnen, vor Lewis Hamilton und Max Vertappen. Der WM-Leader findet: «Schade, so sollte das Duell mit George Russell nicht enden.»
Starke Leistung von WM-Leader Kimi Antonelli beim überaus unterhaltsamen Traditions-GP von Kanada auf dem Circuit Gilles Villeneuve: Bei kniffligen Verhältnissen, aber ohne Regen, erringt der 19-jährige Italiener seinen vierten GP-Sieg in Folge, seinen ersten auf der anspruchsvollen Strecke von Montreal, gleichzeitig ist dies der achte Podestplatz (wie Villoresi, Bandini, Revson, Beltoise und Mass). Für seinen Rennstall Mercedes ist dies der 136. GP-Sieg und der sechste in Kanada, der zweite in Folge nach dem Sieg von Russell 2025.
Apropos: Das Duell zwischen Antonelli und Russell riss die Fans von den Sitzen, dann aber musste der Engländer aufgeben. Das wird jetzt in der WM ein ganz hartes Stück Arbeit für George, denn der unbekümmerte Antonelli besitzt nun einen Vorsprung von 43 Punkten!
Klar ist Kimi mit seiner Leistung happy, sagt aber als Erstes: «So wollte ich nicht gewinnen. Schade, dass das Duell mit Russel vorzeitig zu Ende ging. Aber letztlich freue ich mich natürlich über den Sieg.»
«Der Zweikampf mit Russell hat viel Spass gemacht, aber er war hart an der Grenze. Wir haben beide mit dem Wind in Kurve 10 gekämpft und uns beide mehrfach dort verbremst. Leider ist er dann ausgefallen, also wissen wir nicht, wie das ausgangen wäre. Es wäre cool gewesen, das Duell bis ins Ziel fortzusetzen.»
«Nach dem Ausfall von George drehte sich alles ums Reifen-Management. Mein linker Vorderreifen begann zu körnen, und es war nicht ganz einfach, das im Griff zu behalten. Die Walzen fühlten sich bei den niedrigen Temperaturen seltsam an, sie haben überhaupt nicht gebissen.»
Vier Sieg in Folge, wie geht das weiter? Antonelli: «Ich will diesen Schwung mit nach Monaco nehmen, aber vom Pisten-Layout her ist das nicht die einfachste Strecke für uns, fürchte ich.»
«Mein Vorsprung in der WM ist nun stattlich, aber ich werde an meiner Vorgehensweise nichts ändern. Ich will mehr und mehr aus dem Wagen herausholen und auch aus mir selber.»
«Wir dürfen uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen, George ist heute sehr stark gefahren, und unsere Gegner von McLaren, Ferrari und Red Bull Racing werden keinen Moment ruhen, um den Abstand zu uns zu verringern.»
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