Quartararo (Yamaha): «Habe gleich gemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt!»
Fabio Quartararo (Yamaha) wurde im MotoGP-Rennen in Ungarn nach dem Startcrash auf Position 6 nach vorne gespült. Weshalb er danach von allen Fahrern überholt wurde, und er aufgeben musste.
Nach seinem miserablen MotoGP-Wochenende in Mugello, spielte Yamaha-Ass Fabio Quartararo auch in Ungarn keine Rolle im Kampf um die vorderen Plätze. Im Qualifying reichte es nur für Startplatz 15, das Sprintrennen beendete er auf Rang 17.
Dann folgte am Sonntag der Grand Prix. Nach dem verheerenden Startcrash wurde Quartararo bis auf Rang 6 nach vorne gespült. Markenkollege Jack Miller lag unmittelbar vor ihm auf Position 5. Danach ging es für den MotoGP-Weltmeister von 2021 kontinuierlich nach hinten. Zu Beginn der fünften Runde war er nur noch Zwölfter. In der achten Runde ging Brad Binder (KTM) an ihm vorbei und er war 13. Eine Runde später wurde Quartararo auch noch von Teamkollege Alex Rins überholt. In der 19. Runde bekam er zudem eine Long-lap-Strafe aufgebrummt, da er in Kurve 10 abgekürzt hatte. Quartararo lag zu diesem Zeitpunkt auf Rang 16, nur noch LCR-Honda-Ersatzmann Cal Crutchlow lag hinter ihm. Einige Runden danach ging auch der 40-jährige Brite an ihm vorbei und Quartararo war Letzter. Vier Runden vor dem Ende steuerte er die Box an und gab auf.
«Ich habe mich ab der ersten Runde schlecht gefühlt. Nach dem, was in Kurve 1 passiert ist, war ich hinter Jack, meine Position war nicht schlecht. Ich habe aber gleich gemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt», erklärte Quartararo nach dem Rennen in der Medienrunde. «Ich habe es dennoch versucht, habe dann aber in jeder Runde in den Bremszonen Positionen verloren. Ich bin mehrere Male weit gegangen, ich musste auch durchs Kiesbett fahren. Ich habe dann entschieden aufzuhören und zu überprüfen, was das Problem war.»
In der Box sah sich die Yamaha-Crew die M1 von Quartararo an. «Es war ein technisches Problem», sagte der 27-Jährige, ohne weiter darauf einzugehen. Traten die Probleme nur beim Bremsen auf? «Nein, es war überall. Beim Anbremsen habe ich es am meisten gespürt. Dabei ging es vor allem um das Hinterrad.»
Quartararo: «Ich konnte sehen, wie es Martin durchschüttelte»
Wie hat der Franzose den Startcrash miterlebt? «Ich war auf die erste Kurve fokussiert, aber ich konnte sehen, wie es Martin durchschüttelte», erinnerte er sich. «Ich habe aber nur wenig gesehen und versuchte einfach mich zu konzentrieren und mein Bestes zu geben.»
In diesem Jahr herrschten auf der Piste, insbesondere in Kurve 1, mit dem neuen Asphalt schlechte Grip-Verhältnisse. «Der Grip war sehr niedrig, die Bedingungen waren am gesamten Wochenende nicht gut. Aber speziell im Rennen war es sehr rutschig. Es war sehr seltsam», bestätigte Fabio Quartararo.
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