Für Miguel Oliveira steht fest: Toprak Razgatlioglu wird es gleich ergehen
Von der MotoGP- in die Superbike-WM zu wechseln – oder andersherum – ist kein Spaziergang am Strand. Miguel Oliveira über den neuen Karrierepfad für sich und Toprak Razgatlioglu.
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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In der MotoGP pilotierte Miguel Oliveira Motorräder von KTM, Aprilia und Yamaha, für den Hersteller aus Österreich hat er fünf Siege in der Königsklasse erobert. «Diese Erfahrungen bringe ich mit, außerdem diverse Fähigkeiten auf dem Motorrad», erzählte der 30-Jährige beim Treffen mit SPEEDWEEK.com in Australien. «Der Wechsel in die Superbike-WM ist die größte Veränderung in meiner Karriere, die Herausforderung ist so groß, wie ich erwartet habe.»
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Miguel hat in jeder der drei Grand-Prix-Klassen gewonnen und insgesamt 17 Siege und 41 Podestplätze errungen – in der Moto3 und Moto2 wurde er Vizeweltmeister. Das alles zählt seit dem 20. Februar nichts mehr: Jetzt ist er ein Superbike-Pilot und steht bei BMW unter Vertrag. Oliveira: «Für mich hat sich viel verändert» «Den Hersteller in der gleichen Rennklasse zu wechseln, ist bereits ein großer Schritt», hielt Oliveira fest. «Weil du dafür viel an deinem Fahrstil anpassen musst. Die vergangenen fünf Jahre ging es für mich von einem Hersteller zum nächsten, für mich hat sich viel verändert. Du kannst ein gutes Motorrad haben, musst aber das Fenster finden, in dem es mit deinem Fahrstil und der dafür notwendigen Abstimmung funktioniert. Nur so kannst du das Potenzial des Bikes und von dir selbst ausschöpfen. Das ist in der MotoGP so, aber auch in jeder anderen Meisterschaft mit Höchstleistung. Damit dir das gelingt, brauchst du ein gewisses Verständnis, denn es kommen Tage, an denen du stagnierst oder frustriert bist, wie es mir jetzt erging. Aber das gehört alles zum Prozess, du musst daraus lernen und darfst dich deswegen nicht zu sehr stressen.»
Razgatlioglu und Oliveira tauschten die Plätze Über den Winter haben Oliveira und Toprak Razgatlioglu die Plätze getauscht: Während der Türke dieses Jahr im Pramac-Team mit einer Werks-Yamaha die MotoGP bestreitet, hat Miguel bei der Weltmeistertruppe von ROKiT BMW angeheuert.
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Wie wir bei den bisherigen Wintertests sehen konnten: Auch Toprak tut sich mit der Anpassung an sein neues Motorrad schwer. Oliveira: «Wenn du eine Art zu fahren mit gewissen Reifen gewöhnt bist, dann musst du dich in einigen Punkten anpassen, wenn du in die MotoGP gehst – oder zu den Superbikes. Ich tue mich schwer damit zu beurteilen, welcher Wechsel schwieriger ist. Beide sind es, wenn du wettbewerbsfähig sein willst. Die Umstellung ist riesig und ein Fahrer muss über viel Anpassungsfähigkeit verfügen, um sie erfolgreich zu bewerkstelligen. Toprak verfügt über sehr viel Superbike-Erfahrung mit verschiedenen Herstellern und hat drei Meisterschaften gewonnen. Deshalb glaube ich, dass er seine Schwierigkeiten überwinden kann. Das Gleiche gilt für mich: Mit dem, was ich in der MotoGP gelernt habe, sollte ich über die Werkzeuge verfügen, mich an ein Superbike anzupassen.»
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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Die Leistungsfähigkeit eines Superbikes ist recht eindrucksvoll, sie öffnet dir die Augen.miguel oliveira
«Am Ende des Tages reden wir von Motorrädern mit einem Gasgriff und einer Bremse», grinste der Mann aus Almada bei Lissabon. «Ein paar Dinge sind unterschiedlich, an die musst du dich anpassen. Ein Superbike ist etwas langsamer, hat ein bisschen weniger Bremskraft und das Turning ist nicht so gut. Aber jetzt vergleichen wir ein Motorrad um 200.000 Euro mit einem, das wahrscheinlich eine Million kostet – dafür sind die Zeitunterschiede nicht so groß. Die Leistungsfähigkeit eines Superbikes ist recht eindrucksvoll, sie öffnet dir die Augen.»
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