Lecuona setzt Bulega unter Druck: «Es sind nur noch kleine Details»
Neuzugang Iker Lecuona überzeugt in seiner ersten Ducati-Saison mit beeindruckender Konstanz. Nach Most zog der Spanier eine positive Zwischenbilanz der Superbike-WM 2026.
Der Wechsel von Honda zu Ducati hat sich für Iker Lecuona bislang voll ausgezahlt. Nach schwierigen Jahren mit der Honda CBR1000RR-R Fireblade etablierte sich der Spanier in der Superbike-WM 2026 sofort in der Spitzengruppe und ist nach fünf von zwölf Rennwochenenden klar auf Kurs zum Vizetitel.
Seit dem Europaauftakt in Portimao zeigt Lecuona konstant starke Leistungen. Seit dem zweiten Saisonmeeting beendete der Ducati-Werkspilot jedes Rennen auf der zweiten Position hinter Teamkollege Nicolo Bulega. Gleichzeitig fällt auf, dass Lecuona deutlich weniger Fehler macht als noch zu Honda-Zeiten.
Lecuona seit Portimao Stammgast auf dem Podium
Nach dem fünften Rennwochenende in Most zog der Spanier eine entsprechend positive Zwischenbilanz. «Wenn man mir in Australien gesagt hätte, dass ich diese Art von Ergebnissen erziele, dann hätte ich das sofort unterschrieben», erklärte Lecuona.
Trotz der beeindruckenden Resultate ist der 26-Jährige allerdings längst nicht immer zufrieden mit sich selbst. Besonders beim Rennwochenende im Balaton Park hatte sich der ehemalige MotoGP-Pilot mehr erwartet. «Beim Rennwochenende im Balaton Park war ich nicht zufrieden mit meinen Ergebnissen. Ich erwartete mehr von mir», gab Lecuona offen zu.
Ganz anders fiel sein Fazit nach Most aus. Dort war er erneut einziger Bulega-Gegner – und diesmal war er mit seinem Wochenende deutlich glücklicher. «Zuletzt in Most waren es erneut drei zweite Plätze, doch dort war ich zufrieden mit meiner Leistung», erklärte der Spanier.
Lecuona ist überzeugt: Bulegas Vorsprung wird kleiner
Besonders wichtig ist für Lecuona die Entwicklung im direkten Vergleich mit WM-Leader Bulega. Der Italiener dominiert die Saison bislang, doch Lecuona spürt, dass der Abstand kleiner wird. «Fakt ist, dass ich mit jeder Session näher an Nicolo herankomme. Er leistet unglaublich gute Arbeit und verdient es. Mein Level verbessert sich aber auch stetig», betonte der Ducati-Werkspilot.
Vor allem die deutlich höhere Konstanz sieht Lecuona als großen Fortschritt gegenüber seiner Honda-Zeit. «Ich stürze nicht mehr so oft und hatte zuletzt viele zweite Plätze. Mein Leben hat sich stark verändert», erklärte der Spanier zufrieden. «Ich bin mit meinen Leistungen zufrieden, auch wenn ich natürlich gewinnen will.»
Mittlerweile traut sich Lecuona sogar zu, das Niveau seines Teamkollegen dauerhaft mitzugehen. «Ich kann jetzt behaupten, dass ich mit Nicolo mithalten kann. Es dreht sich nur noch um die kleinen Details.»
Interessant ist dabei, dass sich Lecuona trotz der starken Ergebnisse noch immer in einer Eingewöhnungsphase sieht. Der Spanier und seine Crew experimentieren weiterhin intensiv mit der Abstimmung der Ducati Panigale V4R. «Aktuell machen wir zwischen den Sessions noch viele Änderungen. Es ist noch nicht mein Motorrad, wir müssen noch den richtigen Weg finden», erklärte Lecuona.
Gerade deshalb bewertet der Ducati-Pilot seine bisherigen Leistungen besonders positiv. «Das Motorrad ist noch neu und wir sind bereits nah dran an Nicolo. Die Daten bestätigen, dass es kaum einen Unterschied zu Nicolo gibt», berichtete der Spanier.
Für Lecuona ist klar, dass Ducati aktuell das Maß der Dinge in der Superbike-WM ist. «Ich bin richtig happy. Wir beide fahren auf einem wirklich hohen Niveau. Wir sind den anderen Ducati-Piloten einen Schritt voraus.»
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