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Lecuona setzt Bulega unter Druck: «Es sind nur noch kleine Details»
Ducati-Privatier Yari Montella ist in der Superbike-WM 2026 hinter dem Aruba-Duo Bulega und Lecuona Best of the Rest. Wie die Chancen des Italieners auf einen Werksvertrag im nächsten Jahr stehen.
Der 26-jährige Yari Montella, 2024 Dritter der Supersport-WM, ist auf dem besten Weg, sich in seiner zweiten Superbike-Saison unter den Besten zu etablieren. Im Autodrom Most wurde der Italiener in allen drei Läufen hinter der Ducati-Werkspaarung Nicolo Bulega und Iker Lecuona Dritter; der Privatier aus dem Barni-Team stand dieses Jahr bereits fünfmal auf dem Podium und
Gegenüber Routinier Alvaro Bautista hat Montella seit Saisonbeginn die Oberhand, auch, weil seine Leistungen im Qualifying deutlich besser sind und er sich außer in Assen immer für die erste Startreihe qualifizierte. Da Bautista mit seiner
Die Ziele von Privatfahrern sind immer gleich: Sie wollen nicht nur bestmögliche Ergebnisse holen, sondern sich auch für lukrative Plätze in Werksteams empfehlen. Montella, mit 26 Jahren einer der jüngeren Fahrer in der Superbike-WM, macht derzeit alles richtig.
Doch seine Optionen für 2027 in den Factory-Mannschaften sind überschaubar. Bei Honda gibt es Überlegungen,
Bei Bimota deutet alles darauf hin, dass im Rahmen des Misano-Events Mitte Juni die
BMW-Rennchef Sven Blusch hat mehrfach gesagt, dass er keinen Grund sehe, an seinem jetzigen
Bei Kawasaki zeigt Garrett Gerloff seit Balaton erstaunliche Leistungen mit der nicht mehr taufrischen ZX-10RR. Ob im Werksteam für 2027 auf zwei Fahrer aufgestockt wird, ist offen.
Bleibt Ducati.
Die Aufstiegschancen von Montella in ein Werksteam sind also trotz seiner starken Leistungen kaum vorhanden. «Wenn ich an meine Karriere denke, dann suche ich zuerst ein gutes Motorrad, mit dem ich mein Potenzial zeigen kann», unterstrich der WM-Dritte aus der Nähe von Neapel. «Ich bin auf dem Markt, habe aber keinen Namen wie ein MotoGP-Fahrer und bin nicht sehr berühmt. Ich brauche möglicherweise herausragendere Ergebnisse als andere, aus diesem Grund werde ich mich immer für das bestmögliche Motorrad entscheiden. Mit Barni habe ich während meiner vier Jahre im Team eine Beziehung aufgebaut. Es wäre kein Problem, diese fortzusetzen, weil wir beide miteinander glücklich sind.»
Wenn ich an meine Karriere denke, dann suche ich zuerst ein gutes Motorrad.yari montella
In der bisherigen Saison standen nur Bulega und Lecuona deutlich über Montella, mit allen anderen Werksfahrern und auch den starken Ducati-Kollegen war er auf Augenhöhe – oder lag vor ihnen. Ohne seine Stürze in aussichtsreicher Position in Australien und Portugal hätte Montella deutlich weniger Punkte Rückstand auf Lecuona als seine jetzigen 94.
Ihm ist auch das Wort Selbstkritik nicht fremd. «Wenn ich mit den Jungs an der Spitze fahre, kann ich mir immer etwas abschauen und versuchen, das zu kopieren», hielt Yari fest. «Mein Vorteil ist, dass ich in den Daten sehe, was sie anders machen als ich. Der Misano-Test diese Woche war eine gute Möglichkeit, ein paar Sachen zu probieren, für die während eines Rennwochenendes keine Zeit ist. Während dieser zwei Tage konnte ich an mir und dem Motorrad arbeiten. Letztlich geht es ums Gefühl, für mich besonders am Kurveneingang – die Werksfahrer können ihre Bikes auf weniger Weg verzögern als ich.»
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