Monza rührt zu Tränen

Kolumne von Peter Hesseler
Formel 1
Sebastian Vettel wurde in Monza überwältigt

Sebastian Vettel wurde in Monza überwältigt

Der Königliche Park ist offenbar ein Ort für besondere Emotionen, wie die jüngere Historie beweist.

Die Atmosphäre im Königlichen Park in Monza scheint die Haut ausdünnen. Vielleicht sind es auch die Massen der aufgedrehten Fans, mit denen die Fahrer direkter konfrontiert sind als andernorts.

Jedenfalls rühren die Ereignisse dort die Piloten eher zu Tränen als an sonstigen Rennplätzen.

Zuletzt am Sonntag auf dem Podest, wo ein überwältigter Sebastian Vettel seinen Gefühlen freien Lauf liess. Der Sieger begründete dies mit der historischen Bedeutung des Ortes, denn hier hatte er vor drei Jahren seinen ersten Sieg gefeiert.

Vielleicht freute er sich auch darüber, dass er endlich mal von hinten mit vollem Risiko (Überholmanöver an Alonso) und nicht von vorne mit kalkuliertem Schonbetrieb des Autos zum Erfolg gekommen war. Jedenfalls war es ein Vorfall, der uns zeigt, wie gross der Druck ist, unter dem selbst die Besten in der Formel 1 stehen – und bestehen müssen.

Es war fast eine Kopie von Schumis Zusammenbruch vor elf Jahren an gleicher Stelle, als der Kerpener mit einem Heimsieg für die Roten zurück in die Titelspur gefahren war. Es war das fünfte gemeinsame Jahr mit Ferrari. Und ohne diesen Erfolg wäre das Unterfangen nach einhelliger Meinung aller Beteiligten gescheitert. Schumi fielen Felsbrocken vom Buckel. Und da er mit seinem Triumph noch Sennas persönliche Bestmarke von 41 Siegen eingestellt hatte, waren die Tränen nicht mehr zu halten. «Jeder hat gesehen, dass ich kein Roboter bin», sagte er danach. Offenbar war es ihm ein Anliegen, sich rechtfertigen zu müssen.

Ein Jahr zuvor hatte Mika Häkkinen sich im McLaren-Mercedes auf dem Weg zum Sieg verschaltet und war abgeflogen. Heinz-Harald Frentzen kam unerwartet zu seinem dritten GP-Erfolg. Häkkinen jedenfalls rannte in den Wald, hockte sich hin und weinte bitterlich.

Fortsetzung folgt – sicherlich!

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