Kimi Räikkönen (Ferrari): Bild gegen Mercedes täuscht

Von Mathias Brunner
Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen

​Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen hat in Abu Dhabi die Saison mit einem versöhnlichen dritten Rang abgeschlossen: Dritter Podestrang 2015 nach Bahrain (2.) und Singapur (3.).

Was bei anderen Rennfahrern als Ausrede zur Seite geschoben würde, bringt Kimi Räikkönen auf den Punkt: «Ich hatte kein einfaches Jahr. Wenn man sich die GP-Wochenenden in Ruhe anguckt, dann hatte ich viele Schwierigkeiten. Ich gebe zu, dass ich selber auch Fehler gemacht habe, keine Frage, aber es gab auch Fehler des Teams, es gab technische Probleme. Hier in Abu Dhabi hatte ich endlich mal ein verhältnismässig ruhiges Wochenende, und das Ergebnis ist, was ihr seht.»

Kimi kreuzte die Ziellinie gut 20 Sekunden hinter Sieger Nico Rosberg, aber gemäss des Formel-1-Champions aus dem Jahre 2007 entspricht das nicht dem wahren Bild: «Das hätte ein wenig anders ausgesehen, wenn es nicht beim Boxenstopp einige Sekunden eingebüsst hätten. Zum Schluss habe ich auch Tempo rausgenommen, weil ich wusste, dass ich nicht mehr herankommen würde. Also wozu etwas Dummes riskieren? Aber das Rennen hat gezeigt, dass unser Speed echt ist – ich konnte mich in der Nähe der Silberpfeile halten. Es gab sogar Phasen, in welchen ich Boden gut gemacht habe.»

Auf die Frage, wie befriedigend dieser dritte Rang sei, meint Räikkönen, typisch Kimi: «Im Grunde spielt es keine Rolle, auf welchem Platz du ins Ziel kommst, wenn du nicht gewinnen kannst. Aber nach den ganzen Schwierigkeiten bei den letzten Rennen nehme ich Rang 3 heute gerne. Wenn du nicht auf dem Siegertreppchen ganz oben stehst, dann willst du immer mehr. Doch dieses Ergebnis heute war das Maximum und so eigentlich zu erwarten.»

«Was mich freut: Wir hatten 2014 ein ganz schwieriges Jahr. Schon im Winter wurde klar, dass wir für die Saison 2015 besser aufgestellt sind. Die Saison ist dann wie erwähnt nicht ideal verlaufen, aber das gehört eben auch zum Motorsport, da muss man durch.»

«Wir haben verglichen mit vergangenen Jahr schöne Fortschritte gemacht, darauf müssen wir aufbauen, um nächstes Jahr Mercedes in Atem zu halten.»

Natürlich wird Kimi auch auf die Edelfeindschaft mit seinem finnischen Landsmann Valtteri Bottas angesprochen. Mit Rang 3 hat Kimi nun den vierten Platz im WM-Schlussklassement sichergestellt.
Kimi sagt: «Ob Rang 4 oder Platz 5 in der WM, das ist mir nicht so wichtig. Ihr fragt mich immer wieder nach diesem Zweikampf mit Valtteri, aber es ändert sich nichts. Wir fahren hier ja keine finnische Meisterschaft, wir fahren eine Weltmeisterschaft. Und wie gesagt – so lange ich nicht gewinnen kann, ist es mir nicht so wichtig, auf welchem Platz ich ins Ziel komme. Ich bin erleichert, dass ich die Saison mit einem guten Rennen zum Ende bringen konnte, aber das ändert an meinen Erwartungen nichts.»

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