Abt zu Audi-Ausstieg: Wen interessiert Rallye Dakar?

Von Andreas Reiners
Formel E
Audi steigt aus der Formel E aus

Audi steigt aus der Formel E aus

Audi hat zuletzt den Ausstieg aus der Formel E verkündet, die Ingolstädter wollen stattdessen bei der Rallye Dakar an den Start gehen. Daniel Abt kann das nicht nachvollziehen.

Die Nachricht schlug ein in der Motorsport-Welt: Audi richtet das Motorsport-Engagement (mal wieder) neu aus. 2022 werden die Ingolstädter in der Rallye Dakar an den Start gehen, dafür ist in der Formel E nach der kommenden Saison Schluss.

BMW zog kurz danach nach und verkündete ebenfalls den Formel-E-Ausstieg. Die Formel E verliert damit zwei Schwergewichte, von Existenzsorgen ist die Elektrorennserie aber weit entfernt.

Für den früheren Audi-Fahrer Daniel Abt waren die Nachrichten «nichts, was mich schockiert hat. Das ist am Anfang immer schön und jeder will mitspielen. Aber genauso schnell gehen die Leute auch wieder raus. Die Hersteller haben den Anspruch, alles abzureißen und zu gewinnen. Das geht nun mal nicht. Dazu wandelt sich sehr viel sehr schnell im Moment», sagte Abt im ran-Podcast.

Trotzdem können viele die Entscheidung nicht nachvollziehen. Erst im Frühjahr hatte sich Audi neu ausgerichtet, war aus der DTM ausgestiegen und hatte sich auf die Formel E konzentriert. «Eine logische Entscheidung im Sinne dessen, was man investiert hat, ist es nicht. Man hat als Audi auch nicht das erreicht, was man erreichen will. Dakar kann ich null nachvollziehen. Wen interessiert es, was bei der Dakar-Rallye passiert? Das verstehe ich nicht», kritisierte Abt.

Für die Formel E sei das kein tolles Signal, so Abt, «Todesangst wie in der DTM, wenn da mal einer ausgestiegen ist, weil es nur zwei oder drei gab», habe in der Formel E aber keiner: «Das Problem hat die Formel E nicht, sie sind nie in die Position geraten, dass sie sich abhängig machen.»

Nach dem Motto: Wer nicht mitmachen will, soll halt gehen. Der Elektro-Boom macht es möglich, dass andere Hersteller nachrücken, auch in der Coronakrise. McLaren hat sich jetzt die Option auf einen Einstieg zur Saison 9 gesichert. Hinzu kamen Statements von Mercedes und Porsche, dass man dabei bleiben wolle.

Abt kennt das Geschäft: «Das waren PR-Statements, die nichts wert sind. Man hält sich immer die Chance offen. Und wenn die morgen rausgehen wollen, gehen die raus.»

Der Verlust der beiden deutschen Hersteller hält sich laut Abt in Grenzen. «Die Formel E hat auch gut funktioniert, als die beiden Hersteller noch nicht dabei waren. Außerdem war die mediale Wirkung nicht so, wie man ihn sich gewünscht hat, wenn vier deutsche Hersteller reingehen. Sie haben meiner Meinung nach nicht dazu beigetragen, was aber ihre Aufgabe wäre. Die Formel E ist nicht besser oder schlechter, ob Audi und BMW dabei sind oder nicht», so Abt.


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