Florian Alt: WM-Job-Suche in Brünn

Von Esther Babel
Nach dem IDM-Lauf in Assen, wo Florian Alt einen Sieg in der IDM Supersport holte, ging es auf direktem Weg zum GP von Brünn. Die Moto2-WM-2015 ist ein Thema.

Gemeinsam mit dem Team Freudenberg, mit dem Florian Alt im Jahr 2012 den Titel in der IDM 125 geholt hatte, absolvierte Alt einen Gastauftritt bei der IDM Supersport. Damit verkürzte der Teenager die mehrwöchige Sommerpause der Spanischen Moto2-Meisterschaft, wo er sonst mit einer Kalex für das Team Pons unterwegs ist.

Das erste Rennen musste Alt, nachdem er im Training die Pole-Position geholt hatte, wegen eines kaputten Reifens aufgeben. Im zweiten Rennen liess er allerdings nichts mehr anbrennen und holte den Sieg.

Nach dem IDM-Ausflug geht es Ende der Woche gleich weiter ins tschechische Brünn, wo am kommenden Wochenende der nächste Grand Prix ausgetragen wird. Dort wird Florian Alt in Begleitung seines Vaters Uwe nicht nur alte Bekannte treffen, sondern auch bei dem einen oder anderen Team wegen des Einstiegs in die Moto2-WM 2015 vorsprechen.

Sein Debut-Jahr in der Moto3-WM war im Jahr 2013 nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Alt hatte im Vorjahr einen ordentlichen Wachstumsschub hingelegt und ist jetzt stolze 1,85 Meter gross. «Eindeutig zu gross für eine Moto3», ist sich Alt bewusst.

Nach dem Umstieg in die Spanische Moto2 Meisterschaft, bei der er zurzeit als Zweiter hinter dem Schweizer Jesko Raffin unterwegs ist, hat Alt neues Selbstvertrauen getankt. Allerdings haben Florian und Uwe Alt noch keine grösseren Aktivitäten in Sachen Moto2-WM-Einstieg getätigt.

«Wir wollten erst einmal die Resultate der ersten Halbzeit in Spanien abwarten», erläutert Uwe Alt die Taktik. «Die Fühler haben wir natürlich ausgestreckt. Doch leicht ist es nicht. Wir müssen erst einmal herausfinden, wer wo was zu melden hat.»

Den Einstieg in das Team Kiefer hatte Alt im Jahr 2013 nach dem Gewinn der IDM 125 und dem Gesamtsieg im Red Bull Rookies Cup nach einer Empfehlung und einem persönlichen Kennenlernen geschafft. Am Ende das Jahres war Alt allerdings rechtschaffen frustriert. «Sich von der WM abzunabeln und nach Spanien zu gehen, war genau die richtige Entscheidung», weiss Alt heute. «Die WM 2014 in der Moto2 war keine Option für mich. Erst jetzt kann ich das.»

«Die schlechtesten Jahre sind hinterher manchmal die besten», philosophiert Uwe Alt, nachdem sein Sohn die letztjährige Durststrecke überwunden hat. «Jetzt geht man mit einem anderen Gefühl dahin.»

Einfach wird der Moto2-WM-Einstieg nach Einschätzung von Florian Alt nicht. «Es sind schon viele gute Fahrer dabei», ist er sich bewusst.

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