Die diesjährige Rallye Wales wurde für Malcolm Wilson und sein M-Sport-Team zu einem Superlativ. Sein Team gewann nach zehn Jahren mit Ford wieder die Herstellermeisterschaft und ist das erste private Team mit einem Titelgewinn. Sébastien Ogier holt im ersten Jahr im Ford Fiesta WRC vorzeitig seinen fünften Titel in Folge. Und M-Sport-Pilot Elfyn Evans feiert just in seiner walisischen Heimat seinen verdienten ersten WM-Sieg und beendet damit eine 17-jährige Durststrecke in Großbritannien. Der letzte Brite, der sein WM-Heimspiel gewonnen hatte, war 2000 der am 25. November 2005 verstorbene Richard Burns im Subaru Impreza 555.

Nach 21 teils sehr schmierigen Schotterprüfungen fuhr der 28-jährige Evans mit einem Vorsprung von 37,3 Sekunden auf Thierry Neuville im Huyndai i20 Coupé WRC seinen ersten Triumph nach Hause. Mit Rang drei (Rückstand: 45,2 Sekunden) verteidigte Ogier zum vierten Mal erfolgreich seinen Titel.

Ogier, der sich immer noch nicht über seine Zukunft entschieden hat, sparte für M-Sport nicht mit Lob: «Ich weiß, was ich sage.  Es war sicher ein hartes Jahr. Ich bedanke mich bei jedem von M-Sport und bei Malcolm. Es ist einfach großartig, mit diesem Team Weltmeister geworden zu sein.»

Evans jubelte im Ziel: «Das war wirklich ein perfektes Wochenende mit einem ganz tollen Abschluss. Ich hatte ein Super-Auto. Ich kann mich nur bei allen, die mir all die Jahre geholfen haben, bedanken. Diesen Sieg haben auch sie verdient.»

Um zwei Zähler, die Maximalpunktezahl und ein Nullresultat von Ogier beim Finale in Australien vorausgesetzt, hat der dreifache Saisonsieger Neuville den Titel verpasst. «Ich habe eine Nachricht über Sébastien vor dem Start der letzten Prüfung bekommen. Da habe ich mir vorgenommen, diese Prüfung einfach zu genießen. Gratulation an ihn. Er hat es verdient», sagte Neuville, der in Australien um die Vizemeisterschaft gegen Ott Tänak kämpft, der im Ford Fiesta WRC in Wales Sechster wurde und nun neun Punkte hinter ihm auf dem dritten Tabellenplatz liegt.

Richtig spannend wurde es am Ende um den vierten Platz. Dort setzte sich der Hyundai-Neuling Andreas Mikkelsen im i20 Coupé WRC um gerade einmal fünf Zehntelsekunden gegen Jari-Matti Latvala im besten Toyota Yaris WRC durch. «Ich habe versucht, so schnell so fahren, wie ich konnte, aber ich habe ein paar Fehler gemacht. Vielleicht habe ich auch zu hart gepusht», merkte Mikkelsen an. «Ich habe hier wirklich alles gegeben, aber es war wohl nicht genug, was ich hätte geben können», äußerte sich Latvala.

Tänak, der mit zwei Siegen sehr zum Gewinn der Meisterschaft für M-Sport beigetragen hat, meinte: «Malcolm und das ganze Team haben in diesem Jahr einen unglaublichen Job gemacht und einen ganz großen Erfolg erzielt. Sie haben den Titel wirklich verdient.»

Die WRC2-Wertung wurde eine klare Beute des bereits als Titelgewinner feststehenden Pontus Tidemand, der im offiziellen Skoda Fabia R5 Eric Camilli im Ford Fiesta R5 um 1:54,4 Minuten hinter sich ließ. Der erst 17 Jahre alte Kalle Rovanperä erreichte bei seinem ersten WM-Start im Ford Fiesta R5 nach seinem Pech am Freitag den 15. Platz in der WRC2-

Endstand nach 21 Prüfungen:

1. Evans/Barritt (GB), Ford Fiesta WRC, 2:57:00,6
2. Neuville/Gilsoul (B), Hyundai i20 Coupé WRC, + 37,3 sec.
3. Ogier/Ingrassia (F), Ford Fiesta WRC, + 45,2
4. Mikkelsen/Jaeger (N), Hyundai i20 Coupé WRC, + 49,8
5. Latvala/Anttila (FIN), Toyota Yaris WRC, + 50,3
6. Tänak/Jarveoja (EE), Ford Fiesta WRC, + 1:02,3 min.
7. Meeke/Nagle (GB/IRL), Citroën C3 WRC, + 1:20,5
8. Paddon/Marshall (NZ/GB), Hyundai i20 Coupé WC, 2:16,3
9. Lappi/Ferm (FIN), Toyota Yaris WRC, + 2:46,5
10. Sordo/Marti (E), Hyundai i20 Coupé WRC, + 3:50.5

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