Porsche-Pilot Sven Müller: «Habe sehr viel gelernt»

Von Felix Schmucker
ADAC GT Masters

Zur Saison 2017 wurde Sven Müller zum Porsche-Werksfahrer ernannt. Jetzt blickt der Deutsche auf seine Debüt-Saison im ADAC GT Masters zurück. Dort startete er in einem Porsche 911 GT3 R von Herberth Motorsport.

Sven Müller war von der 'Liga der Supersportwagen' von Anfang an fasziniert: «Was mich beeindruckt hat, ist das hohe Level des ADAC GT Masters mit sehr vielen Autos und Marken. Um dort zu gewinnen, müssen die Teams und Fahrer eine wirklich gute Leistung zeigen. Ich habe in dieser Saison sehr viel gelernt.» Für den Piloten aus Bingen und seinen Teamkollegen Robert Renauer begann das Jahr vielversprechend. Nach einem dritten Platz im Sonntagsrennen beim Auftakt in Oschersleben und einem Sieg auf dem Lausitzring führte das Duo sogar die Gesamtwertung an. Müller: «Wir wussten von den Ergebnissen aus dem Vorjahr, dass wir dort stark sein könnten. Daher hatten wir mit einem guten Ergebnis gerechnet. Dass wir dann sogar einen Sieg einfuhren, war natürlich toll.»

Doch dann begann für die Herberth-Piloten eine Pechphase. «Leider waren wir relativ oft in Kollisionen verwickelt», so der Porsche-Werkspilot. «Das hätte häufig nicht sein müssen. Erst im verregneten Sonntagsrennen in Zandvoort haben wir als Vierte wieder Punkte geholt. Am Nürburgring hatten wir danach wieder zwei Nuller. Auf dem Sachsenring waren wir dann das beste Porsche-Team, leider liegt die Strecke unserem Auto gar nicht, und wir haben nur wenige Punkte geholt.»

Beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring kämpften Renauer und Müller jedoch wieder um vordere Positionen. Im Sonntagsrennen lagen sie zeitweise in Führung, kollidierten aber in der Schlussphase mit dem BMW von Nick Catsburg und mussten sich nach einem Dreher am Ende mit Platz vier begnügen. «Das Rennen hätten wir wirklich gerne gewonnen», so Müller, der 2017 für Porsche auch international antrat - darunter in der japanischen Super-GT-Serie und in Nordamerika. «Wir haben von Platz fünf aus eine tolle Aufholjagd gezeigt und uns an die Spitze vorgekämpft. Doch dann gab es wieder eine unnötige Kollision. Das war schade, denn es wäre ein toller Saisonabschluss geworden.»

Zufrieden war Müller dagegen mit seinem Team Herberth Motorsport. «Es ist toll, mit dem Team zusammenzuarbeiten. Wir hatten megaviel Spaß, aber wenn es ernst wurde, waren alle hundertprozentig fokussiert. Es ist schön, wenn es auch auf der persönlichen Ebene passt. Ich bin zusammen mit Teamchef Alfred Renauer und seinem Bruder Robert während der Saison sogar einmal in den Urlaub gefahren. Unseren Renningenieur Michael Rühs kannte ich schon aus dem Porsche Supercup, daher waren wir schon aufeinander eingestellt.»

Ob Müller 2018 wieder dabei sein wird, steht noch nicht fest. «Die Saison hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich hätte schon Lust, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Aber es ist jetzt noch zu viel zu früh, um etwas Konkretes zu sagen.»


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