Überraschungssieg für YACO Racing in Zandvoort

Von Oliver Müller
ADAC GT Masters
Der Audi R8 LMS von YACO Racing

Der Audi R8 LMS von YACO Racing

Philip Geipel und Rahel Frey gewannen das zweite Rennen der ‚Liga der Supersportwagen‘ im niederländischen Zandvoort. Connor De Phillippi/Christopher Mies übernehmen durch P4 die Meisterschaftsführung.

Manche der Gesichter nach dem zweiten Rennen des ADAC GT Masters in Zandvoort blicken erstaunt, manche hoch erfreut, – auf jeden Fall hat keiner mit so einem Ausgang gerechnet. Denn am Ende eines von Spannung kaum zu überbietenden Rennens triumphierte das Team YACO Racing des stolzen Sachsen Uwe Geipel. Und das, nachdem man den Lauf lediglich von der 17. Position aus in Angriff genommen hatte. «Nach der Qualifikation waren wir eigentlich ziemlich enttäuscht. Aber man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben», konnte Sohn und Pilot Philip Geipel sein Glück nach der Siegerehrung kaum fassen. «Das fühlt sich einfach super an. Wir hatten bislang noch keine wirklich ideale Saison», jubelte Teamkollegin Rahel Frey sichtlich bewegt im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.

Eigentlich sah es zunächst nach einem weiteren Sieg des Porsche 911 GT3 R von David Jahn/Kevin Estre (Team 75 Bernhard) aus. Doch eine kurze Regenhusche machte den Siegern des Vortags einen Strich durch die Rechnung. Während einige Fahrzeuge (wie beispielsweise auch der siegreiche Audi R8 LMS) auf Regenreifen wechselten, blieb Estre auf Slicks draussen. Doch dies stellte sich letztendlich als Fehler heraus. Denn der Porsche-Werksfahrer rutschte kurz ins Kiesbett. Zwar ging bei der Aktion nicht viel Zeit verloren, doch setzten sich die Kühler seines Wagens mit Kies zu, sodass die Motorentemperatur in die Höhe ging – und man den Wagen vorzeitig abstellen musste.

Durch die aufgeschnallten Regenreifen fuhr Rahel Frey an die Spitze des Feldes und Teamkollege Philip Geipel später zum zweiten ADAC-GT-Masters-Sieg für das YACO-Racing-Team nach dem 2015er Finale in Hockenheim. «Wir hatten einfach ein super Timing. Natürlich sind wir beim Wechsel auf Regenreifen etwas Risiko eingegangen, aber das hat sich dann als ideal herausgestellt», so Rahel Frey weiter.
Rang zwei ging an den Lamborghini Huracán GT3 von Norbert Siedler/Jaap van Lagen (HB Racing). «Endlich haben wir ein Podium. Wir haben in unseren ersten Saison hier sehr lange dafür gebraucht. Somit sind wir zufrieden mit dem Ergebnis», freute sich Norbert Siedler.

Mit Position drei endete das Rennwochenende für die (noch) amtierenden Meister Sebastian Asch/ Luca Ludwig (Team Zakspeed) zumindest etwas versöhnlich. «Gestern Ausfall, heute dritter Platz. Schön, aber dafür können wir und nichts kaufen», war Asch beim Aussteigen aus dem Mercedes-AMG GT3 sichtlich angefressen. Logisch: Denn durch das Pech vom Vortag haben beide keine realistischen Chancen mehr, ihren Titel zu verteidigen.

In der Gesamtwertung läuft vor dem letzten Rennwochenende in Hockenheim (30. September bis 02 Oktober) nun alles auf einen Showdown zwischen den beiden Audi-Piloten Connor De Phillippi/Christopher Mies (Land-Motorsport), die heute Vierter wurden und dem Corvette-Duo Jules Gounon/Daniel Keilwitz (Callaway Competition) –heute Fünfte- hinaus. Nur zwei Punkte liegen De Phillippi/Mies vor Gounon/Keilwitz. «Wer in Hockenheim ein Rennen gewinnt, der hat beste Chancen, Meister zu werden. Das muss unser Ziel dort sein. Die Strecke sollte uns vom Layout besser liegen als Zandvoort», machte Daniel Keilwitz gleich eine Kampfansage in Richtung Audi für das Finale.

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