Mortara: «Das wichtigste DTM-Event meiner Karriere»

Von Andreas Reiners
DTM
Edo Mortara

Edo Mortara

Er ist der erste Verfolger von Spitzenreiter Pascal Wehrlein: Edoardo Mortara rechnet sich keine große Chance mehr auf den DTM-Titel aus. Doch die will er nutzen.

Sein Saisonziel hatte Edoardo Mortara etwas kryptisch ausgedrückt. «Ich habe mir vorgenommen, 2015 die Ziele von 2014 zu erfüllen, die ich 2013 hätte erreichen sollen, weil ich 2012 ein Versprechen abgegeben habe, über das ich schon 2011 nachgedacht habe», hatte der Audi-Pilot im März erklärt.

Es dürfte unter dem Strich wohl der DTM-Titel gewesen sein, den er wie im Grunde alle Piloten angepeilt hatte. Und Mortara hat vor dem finalen Rennwochenende in Hockenheim tatsächlich noch die Chance auf den großen Wurf. Auch wenn die nur noch gering ist. Mortara hat vor den beiden letzten Rennen 37 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Pascal Wehrlein (Mercedes). Bei noch 50 zu vergebenen Zählern.

«Die Lücke ist schon groß und die Chancen werden kleiner und kleiner. Realistisch betrachtet, muss man sagen, dass es eigentlich nicht mehr möglich ist. Allerdings bin ich ein Kämpfer. Solange es noch eine Chance gibt, so klein sie auch sein mag, werde ich kämpfen und alles geben», sagte Mortara «dtm.com» und erklärte: «Das Wochenende auf dem Hockenheimring ist wohl das wichtigste meiner bisherigen DTM-Karriere. Ich werde versuchen, mir nicht zu viel Druck zu machen und mein Bestes zu geben.»

Druck spürt er von außen nur wenig. Im Fokus der Berichterstattung standen meist andere aus dem Audi-Lager. Zu Beginn der Saison der damalige Seriensieger Jamie Green, zuletzt vor allem Routinier Mattias Ekström, der einen Punkt weniger auf dem Konto und damit auch noch Titelchancen hat.

Stört es ihn, dass er ein wenig im Schatten steht, auch wenn er ebenfalls regelmäßig am Titelrennen teilnahm? «Nein, nein. Das stört mich überhaupt nicht. Wenn die Medien lieber über Green und Ekström sprechen wollen, interessiert mich das nicht. So kann ich meinen Job auch mit viel mehr Ruhe in meinem Umfeld ausüben. Zudem muss man sagen, dass die beiden in der Vergangenheit schon einige Erfolge eingefahren haben und sich deshalb vielleicht auch einfach eine größere öffentliche Präsenz verdient haben», so Mortara.

Sollte es mit dem Titel dann doch nicht klappen, wäre er mit seinem Jahr 2015 trotzdem zufrieden. Nach den Gesamtplätzen neun, fünf, 21 und wieder fünf ist es jetzt schon sein bestes Jahr, seit er 2011 sein Debüt im Tourenwagen gab. «Alles in allem ist es bereits eine sehr positive Saison. Natürlich kann ich mich noch in manchen Dingen verbessern, aber ich bin zufrieden. Jetzt haue ich noch einmal alles raus und dann werden wir sehen, wo ich nach dem letzten Rennen stehe.»

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