Kimi Räikkönen: Warum sein Singapur-Start besser wird

Von Vanessa Georgoulas
Fleissig: Kimi Räikkönen absolvierte 100 Startübungen im Simulator

Fleissig: Kimi Räikkönen absolvierte 100 Startübungen im Simulator

Ferrari-Star Kimi Räikkönen nahm sich beim Italien-GP selbst alle Chancen auf ein Top-Resultat. Nach der Start-Blamage von Monza hat der Iceman reagiert, damit sich der Fehler in Singapur nicht wiederholt.

Das Herz der Tifosi auf der Haupttribüne von Monza setzte kurz aus, als Kimi Räikkönen beim Start zum Italien-GP kaum vom Fleck kam. Dahin war der Vorteil der ersten Startreihe, aus der der Ferrari-Pilot erstmals seit Monaco 2009 starten durfte – der Finne wurde von sämtlichen 18 Autos, die hinter ihm starteten, überholt.

Nach dem Rennen war sich Kimi noch keiner Schuld bewusst. Der Iceman schilderte, wie sich das sogenannte Anti-Stall, also jenes Notprogramm, das ein Absterben des Motors verhindern soll, einschaltete. « ch weiss nicht, was da schiefgelaufen ist, ich habe nichts anders gemacht als sonst. Ich habe keine genaue Erklärung dafür, was passiert ist.»

Im Fahrerlager von Singapur klingt das Ganze schon ein wenig anders, Räikkönen räumte ein, dass er sich bei einem Schalter wohl vertan hatte. «Wir wissen ungefähr, was der Grund für den schlechten Start war», erklärte der 20-fache GP-Sieger im Interview mit dem finnischen TV-Sender MTV. «Wenn es meine Schuld war - dann geht das in Ordnung. Aber ich habe eigentlich alle Handgriffe so ausgeführt, wie ich das immer tue.»

Damit sich die Blamage von Monza auf dem engen Stadtkurs an der Marina Bay nicht wiederholt, war der 35-Jährige aus Espoo fleissig. Wie die finnischen Kollegen der Zeitung Turun Sanomat berichten, setzte sich Kimi vor der Reise nach Singapur im Ferrari-Werk in Maranello in den Simulator – und absolvierte ganze 100 Startübungen.

Räikkönen weiss: «Wir müssen einfach daraus lernen und hoffen, dass es nicht wieder vorkommen wird.» Und er betont, dass der Fehler nicht auf die neue Startprozedur zurückgeht, die den Fahrern beim Start mehr Verantwortung aufzwingt und eine Schützenhilfe vom eigenen Renningenieur auf der Aufwärmrunde verbietet: «Nein, dasselbe hätte schon in den ersten Rennen dieser Saison oder im letzten Jahr passieren können.»

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