Sophia Flörsch «geheilt»: Endlich wieder ins Rennauto

Von Andreas Reiners
Formelsport
Sophia Flörsch

Sophia Flörsch

Aufatmen bei Sophia Flörsch: Die 18-Jährige gilt nach ijhrem Horrorcrash in Macau im vergangenen November offiziell als geheilt. Heißt: Sie kann wieder durchstarten.

«Ich war vor einigen Tagen beim Arzt und habe da wahrscheinlich den schönsten Tag der letzten Wochen gehabt. Er hat mich für geheilt erklärt», sagte Flörsch.

Sie dürfe nun wieder alles machen, erklärte sie: «Ich darf wieder normal trainieren, hart trainieren. Und ich darf wieder Rennauto fahren. Das ist das, was mich in dem Moment am glücklichsten gemacht hat und worauf ich mich in den nächsten Wochen freue.»

Flörsch hatte sich in Macau beim Weltfinale der Formel 3 den siebten Halswirbel gebrochen, glücklicherweise blieb dabei das Rückenmark unversehrt.

Der Eingriff verlief ohne Komplikationen, dabei musste ein Knochensplitter entfernt werden, der gefährlich nah an ihrem Rückenmark saß. Ihren 18. Geburtstag Anfang Dezember konnte sie schon wieder Zuhause verbringen.

Was körperlich zurückbleibt: Ein Teil ihres Hüftknochens sitzt jetzt in ihrem Rücken: «Und dass ich fünf Schrauben und eine Titanplatte in meiner Wirbelsäule habe. Das wird mich aber nicht beeinträchtigen. Glück im Unglück gehabt», sagte sie Auto Bild Motorsport.

Dafür begann sie beim Training fast wieder bei Null, der Frustfaktor war entsprechend hoch. Dafür ist sie nun wieder auf ihrem alten Level.

2019 wird die im neuen Formula European Masters im Rahmenprogramm der DTM antreten, die offiziellen Testfahrten beginnen Ende März. «Ich will mit Leistung auffallen und hoffe, dass wenn ich wieder Rennen fahre und Ergebnisse erziele, dass ich dann wieder als Rennfahrerin wahrgenommen werde, als schnelle Rennfahrerin. Und nicht mehr als die Rennfahrerin mit dem Unfall», sagte sie.

Die Serie mache Sinn, weil sie mehr zum Fahren komme als in der internationalen Formel 3 im Rahmen der Formel 1, sie kenn zudem das Auto und die meisten Strecken, so Flörsch, die zudem weiter für Van Amersfoort fährt. «Da habe ich letztes Jahr so viel gelernt. Ich habe mit 1,2 Sekunden Rückstand angefangen und war am Ende nur noch 0,2 Sekunden weg von der Spitze. Da will ich einfach anknüpfen.»


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