Marius Kircher (KTM 450): Erstes Podium, aber kein Finale in Argentinien
Eine schwierige Saison in der Flat-Track-WM ist für Marius Kircher in Pardubice mit einem sensationellen Podestplatz 3 zu Ende gegangen. Das Finale in Argentinien kann er nicht mitfahren.
Der MSC Diedenbergen ist stolz auf seinen Flat-Tracker Marius Kircher. Seit Markus Jell in der Saison 2021 Platz 3 in der FIM Flat-Track-Weltmeisterschaft erkämpft hatte, ist Kircher der erste deutsche Fahrer, der es in einem WM-Lauf aufs Podest geschafft hat. Beim achten Lauf der diesjährigen WM am 3. Oktober im tschechischen Pardubice wurde der 21-Jährige auf einer KTM 450 sensationell Dritter hinter WM-Leader Tim Neave aus Großbritannien (Ducati) und dem tschechischen Lokalmatador Ondřej Svědík (Yamaha) auf Platz 1.
Neave baute damit seine Führung in der Gesamtwertung der WM vor dem Saisonfinale am 24. und 25. Oktober im argentinischen Totoras mit einem Vorsprung von 19 Punkten auf seine Landsleute Ashton Boughen und Jack Bell aus. Kircher ist dort aber nicht am Start, da der kostenträchtige Trip nach Südamerika für ihn derzeit nicht finanzierbar ist.
Saisonstart mit einem Horrorcrash in Roden (NL)
Für Marius Kircher begann die Saison mit einem
Am
Hilfe durch Jack Düringer, Sportleiter des MSC Diedenbergen
Kircher: «Ich bin so froh, dass sich endlich wieder alles zum Guten wendet. Dafür möchte ich meinem Team ein riesiges Dankeschön aussprechen.» Sein Team, das sind Vater Ralf Kircher, Freundin Lana Durina und Jack Düringer, der neue Sportleiter des MSC Diedenbergen. Vor allem Letzterer hat einen großen Anteil daran, dass es mit Marius Kircher zuletzt wieder aufwärts ging. Düringer, der auch als Beifahrer von Jens Lorei in der Internationalen Gespannklasse unterwegs ist, nahm den gleichaltrigen Kircher unter seine Fittiche und ermöglichte ihm viele Trainings auf der heimischen Bahn in Diedenbergen und stand ihm auch bei den Rennen mit Rat und Tat zur Seite.
Kircher: «Jack hat mich von Anfang an unterstützt. Er hat mir viele wertvolle Tipps gegeben, mir geholfen, mit meinen Ängsten umzugehen und mich vor allem mental wieder aufgebaut. Er gibt mir Sicherheit, motiviert mich und hilft mir dabei, Schritt für Schritt wieder Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten zu gewinnen. Dafür bin ich ihm unglaublich dankbar.»
Es fehlen Sponsoren für die Rennen in Argentinien
Die abschließenden beiden WM-Läufe in Argentinien muss Kircher leider sausen lassen, denn es fehlt das dafür nötige Budget. «Flat Track auf internationalem Niveau ist einfach sehr teuer, vor allem, wenn man weltweit unterwegs ist, und ohne Sponsoren ist das irgendwann kaum noch zu stemmen», so Kircher, der gerne Vollprofi in diesem Sport werden würde. «Es wäre mein absoluter Traum, irgendwann komplett davon leben zu können, aber ich weiß auch, dass es bis dahin noch ein langer Weg ist und das es schwer ist. Aber man soll ja bekanntlich an seine Träume glauben, wie es so schön heißt.»
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