Franco Colapinto über dramatische Szene mit Lawson: «Das war richtig knapp»
Beim Start des Formel-1-GP in Australien kam es zwischen Franco Colapinto (Alpine) und Liam Lawson (Racing Bulls) fast zur Kollision. Eine starke Reaktion des Argentiniers verhinderte Schlimmeres.
Gleich zu Beginn des Australien-GP in Melbourne kam es zu einer brenzligen Situation: Beim Start kam Racing Bulls-Pilot Liam Lawson schlecht weg, hatte Probleme mit seinem Boliden. Franco Colapinto hinter ihm im Alpine dagegen schon. Fast wäre Colapinto in den langsamen Lawson reingerauscht. Doch der Argentinier reagierte stark, fuhr seitlich an Lawson vorbei, vermied haarscharf eine Berührung – und möglicherweise Schlimmeres.
Colapinto: «Das war sehr, sehr knapp»
Colapinto zeigte sich nach dem Rennen erleichtert, dass die Szene so glimpflich ausging: «Ich bin einfach froh, dass ich beim Start des Rennens vorbeifahren konnte. Es war wirklich sehr, sehr knapp. Ein bisschen brenzlig.» Wiederholungen zeigen: Colapinto reagierte hier wirklich blitzschnell und geistesgegenwärtig. Ein solches Szenario hatten Kritiker des neuen Reglements (bei dem unter anderem die Starts komplizierter sind) befürchtet.
Lawson beschrieb die Situation später so: «Die Lichter der Startampel gingen natürlich sehr schnell aus, aber ich glaube, meine Reaktion war gut und ich habe alles richtig gehandhabt. Aber ich weiß nicht genau – wir müssen uns das noch mal genauer anschauen. Das Auto bewegte sich nicht, verlor die ganze Leistung und konnte fünf Sekunden lang keine mehr aufnehmen. Ich stand einfach nur da, was ziemlich frustrierend war.» Und potenziell gefährlich, da die Autos hinter ihm gut wegkamen.
Lawson: Probleme im Energiemanagement
Lawson wurde am Ende 13. Der Neuseeländer sagte nach dem Rennen: «Wir hatten einige Probleme während des Rennens. Jedes Mal, wenn ich hinter ein anderes Auto kam, funktionierte unser Energiemanagement nicht richtig und ich verlor ständig an Leistung. Ich denke aber, das Tempo des Autos ist eigentlich ganz okay.»
Für Colapinto war unabhängig von der Szene beim Start das Rennen ohnehin gelaufen. Ein Mechaniker hatte zu spät, also zu nah am Beginn der Einführungsrunde, noch sein Auto berührt. Dafür bekam Colapinto eine Durchfahrtsstrafen.
Colapinto zum Rest des Rennens, das er an Rang 14 beendete: «Um ehrlich zu sein, bin ich froh, das Rennen zu Ende gefahren zu sein. Danach und nach der Strafe ging es darum, einige Daten und Informationen über das Auto zu sammeln.»
Colapinto stellte fest: «Wir waren wettbewerbsfähiger als mit wenig Kraftstoff im Tank.» Also im Qualifying. «Wir sind aber noch weit davon entfernt, wo wir sein wollen oder wo wir sein sollten. Es gibt also noch viel zu tun. Gut, dass Pierre einen Punkt geholt hat.» Sein Kollege Pierre Gasly wurde Zehnter.
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