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Thema der Woche: Italiens MotoGP-Großmächte gegen den Rest der Welt

Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top 6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.

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Ducati ist zurück – könnte man meinen. Denn in Jerez gelang Alex Marquez, der in den ersten sechs Rennen 2026 mit Stürzen und Problemen haderte und nur als Achter der Tabelle zu seinem Heimrennen gereist war, eine bemerkenswerte Auferstehung. Die fand bereits im wichtigen Zeittraining statt. Sofort klickte bei der Nummer 73 alles in die richtige Position. Mit der klaren Bestzeit auf kühlem Asphalt wurde Alex Marquez als Favorit ausgerufen.

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Seine 1:57,7 min hatten Eindruck hinterlassen. Nur ein Zehntel hatte «AM73» auf den Streckenrekord, aufgestellt 2025 unter Top-Bedingungen (Quartararo in 1:35,610 min), verloren. Eine Zeit, die auch unter ebenfalls brillanten Rahmenbedingungen beim Montags-Test hielt – Ogura-san fuhr die Bestzeit mit 1,35,944 min.

Als hinter Alex Márquez eine weitere Ducati unter Fabio Di Giannantonio gelistet war, strahlten die Ducati-Fans. Scheinbar hatte Ducati in Europa wieder alles unter Kontrolle. Dazu kamen die Werks-Asse Marc Marquez und Pecco Bagnaia, die sich im Zeittraining mit Mini-Rückständen auf 4 und 6 eingefunden hatten.

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Alex Marquez macht zuletzt den Unterschied

Und Aprilia? Bezzecchi, Ogura, Fernandez und Martin wurden am Trainingsfreitag auf 3, 5, 7 und 9 geführt. Der Abstand innerhalb des gesamten RS-GP-Quartetts: 0,091 sec! Von der Überlegenheit eines Herstellers konnte damit keine Rede sein, von der Überlegenheit eines Alex Marquez sehr wohl.

Bekanntermaßen fahren in der Königsklasse drei weitere Werke mit. Während sich die Abstände zwischen den besten Aprilia- und Ducati-Piloten verringerten, musste KTM als dritte Kraft aus Europa in Jerez zurückstecken. Der Auftritt der RC16-Piloten war eine Enttäuschung. Zu keiner Zeit war ein Platz in den Top 5 erreichbar, was insbesondere Pedro Acosta weh tat. Vieles hatte darauf hingedeutet, dass KTM mit den auf überlegenes Turning verschobenen Entwicklungsprioritäten und einem bissigen Acosta in Spanien wieder näher rückt, doch das Gegenteil war der Fall. Auch KTM-Motorsportchef Pit Beirer hatte direkt nach dem GP-Wochenende keine Erklärung.

KTM: Erst beim Test fand Acosta wieder Vertrauen in die RC16

Nach dem Testtag dürfte sich die Laune aber bereits wieder aufgehellt haben. Mit der zusätzlichen Testzeit am Montag unter Top-Bedingungen schaffte Acosta die Trendwende. Der in Jerez auf WM-Rang 4 hinter Fabio Di Giannantonio zurückgefallene Youngster fand mit einer Rennabstimmung rund eine halbe Sekunde.

Schwer durchschaubar war die Vorstellung der vier Honda-Fahrer. Denn anders als zuletzt war es wieder Johann Zarco, der das beste Tempo zeigte. Mir, Marini und Rookie Moreira fuhren in Spanien unter ferner liefen. Doch die Vorstellung, die Zarco hatte, entsprach nur teilweise der MotoGP-Wirklichkeit.

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Denn der Franzose hatte Platz 7 im GP der perfekten Ausgangslage zu verdanken. Im nassen Q2 war Zarco in seinem Element, es ging bis in Reihe 1. Im Großen Preis verteidigte Johann Zarco nach allen Regeln der Kunst. Fakt ist, ohne Regenglück wäre die Punkteausbeute des LCR-Routiniers weniger gut ausgefallen.

Schlusslicht: Yamaha fährt weiter hinterher

Eindeutig dagegen die Lage bei Yamaha. Während des GP-Wochenendes litten die M1-Piloten und mit ihnen die Fans der potenziellen Aushängeschilder Fabio Quartararo und Toprak Razgatlioglu. Über weite Strecken der Veranstaltung stritten sich die Yamaha-Athleten mit Aprilia-Tester Lorenzo Savadori um den letzten Platz.

Doch auch Yamaha ist nicht Lichtjahre zurück. Das bewies Quartararo im zweiten Abschnitt des Montags-Tests. Mit einer geänderten Aerodynamik und einer angepassten Motorsteuerung ging es vor bis auf Platz 6. Beobachter mit Humor warfen in Jerez die Frage auf: Fährt der Teufel jetzt wieder mit dem Reihenmotor?

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Zurück zur Spitze. Ducati profitierte zuletzt von den kuriosen Wetterbedingungen in Jerez de la Frontera. Der nasse Samstag sabotierte die Arbeitspläne aller MotoGP-Mannschaften. Wenn auch mutmaßlich, aber hätten FP2 und Qualifikation unter blauem Himmel stattgefunden, dann wäre der GP-Höhepunkt mit hoher Wahrscheinlichkeit anders ausgegangen.

Aprilia und wohl auch KTM hätten die Zeit gehabt, gegenzusteuern. Doch kein Pilot konnte in Jerez am Samstag über eine Runde zeigen, wo der aktuelle MotoGP-Zeitenhammer hängt. Wer sich ein realistisches Bild von den Herstellern machen will, der sollte auch die Listen des Testtags begutachten. Aprilia, Ducati, KTM, Honda, Yamaha. In dieser Reihenfolge geht es auch zu Runde 5 in Le Mans.

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