Colton Herta: Formel-1-Zukunft ungewiss, Indy 500 auf dem Wunschzettel
Eigentlich hätte Colton Herta in diesem Jahr in der F2 genügend Superlizenz-Punkte sammeln sollen, um den F1-Aufstieg zu schaffen. Doch daraus wird nichts. Nun träumt er von der Indy-500-Rückkehr.
Sieben Jahre lang trat Colton Herta in der IndyCar-Serie an, dabei schaffte er es 2020 auf den dritten Gesamtrang, die Saison 2024 beendete er sogar als Gesamtzweiter. Insgesamt neun Siege feierte er in der amerikanischen Formelsport-Serie, bevor er sich in diesem Jahr einer neuen Herausforderung stellte.
Herta trat in der Formel-2-Serie an, dies tat der routinierte Rennfahrer, um sich genügend Punkte für die Superlizenz zu sichern, die als Formel-1-Führerschein fungiert und unabkömmlich ist, um in der Vierrad-Königsklasse anzutreten. Doch das Vorhaben scheiterte, Herta kam nicht auf Touren und belegt zwei Runden vor dem Ende der Meisterschaft den enttäuschenden 19. Gesamtrang.
Der Traum vom Formel-1-Aufstieg ist für den 26-Jährigen damit in weite Ferne gerückt. Dabei hatte er sogar seine Indy-500-Teilnahme geopfert, weil der Formel-2-Kalender dies in diesem Jahr nicht zuliess. Auf die Frage der Kollegen von «Motorsport.com», ob er eine Teilnahme am berühmten Oval-Rennen im nächsten Jahr in Betracht ziehe, fällt seine Antwort klar aus: «Klar, ich würde dem Indy 500 nie eine Absage erteilen.»
«Ich möchte immer bei diesem Rennen antreten und es ist sehr schade, dass es in diesem Jahr nicht möglich war. Denn es war alles vorbereitet. Doch der angepasste Formel-2-Kalender hat alles auf den Kopf gestellt. Es hätte passieren sollen, doch leider kam es dann anders», seufzte der Kalifornier.
Colton Herta: Formel-1-Traum noch nicht begraben
Im nächsten Jahr steht das Kult-Rennen in Indianapolis aber auf seiner Wunschliste. Wie es genau weitergeht, kann Herta aber noch nicht sagen. «Ich weiss noch nicht, wie das nächste Jahr für mich aussehen wird. Aber wenn ich die Chance habe, dann werde ich sicherlich liebend gerne beim Indy 500 antreten.»
Neben seinen Auftritten in der Formel 2 absolvierte Herta in diesem Jahr auch schon drei FP1-Einsätze für das Cadillac-Team, für das er als Test- und Entwicklungsfahrer tätig ist. Ein vierter Einsatz soll bis zum Jahresende erfolgen. Ausserdem bestritt er mehrere Langstrecken-Rennen, etwa in Daytona, Sebring und beim Petit Le Mans. Auch darauf würde der Amerikaner im nächsten Jahr nur ungern verzichten.
Die Frage, ob er nach der enttäuschenden Saison seinen Traum vom Formel-1-Aufstieg weiterverfolgen kann, ist noch nicht klar. Cadillac-F1-CEO Dan Towriss hatte einen Top-10-Gesamtrang von seinem Schützling erwartet. Sicher ist: Herta selbst würde gerne an seinem Traum vom Start in der Königsklasse festhalten, daran lässt er keinen Zweifel.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach






