Luigi Mazzola/Ex-Ferrari: Verstappen wäre auch nicht schneller als Leclerc
Von 58 möglichen WM-Punkten aus den letzten zwei Rennen hat Max Verstappen mit Red Bull Racing 58 gemacht. In Singapur wurde Ferrari geschlagen. Wie Ex-Ferrari-Techniker Luigi Mazzola das einschätzt.
Ferrari versuchte in Singapur alles, um Max Verstappen am 73. GP-Siege zu hindern. Hat nicht geklappt.
Der zweitplatzierte Charles Leclerc nach dem Nachtrennen: «Das Einzige, was ich mir vorwerfen würde – ich war nach dem Start gegen Max vielleicht zu wenig aggressiv.»
Dort fuhr Verstappen gegen den besser gestarteten Leclerc die Ellenbogen entschlossen aus, daher blieb er vorne, das war der Grundstein zum Start/Ziel-Sieg des 29-jährigen Niederländers.
Luigi Mazzola arbeitete von 1988 bis 2009 bei Ferrari. Als Chef des Test-Teams spielte er eine gewichtige Rolle für den Aufstieg von Ferrari, was in fünf WM-Titeln in Folge 2000 bis 2004 von Michael Schumacher gipfelte. Damals wurde ungehemmt getestet, und zwischen Schumi und dem italienischen Techniker entstand ein Vertrauensverhältnis.
Heute arbeitet Mazzola als Firmenberater und Mental-Trainer. Natürlich verfolgt er auch ohne Job in der Königsklasse noch immer genau, was Ferrari macht. Nach dem Singapur-GP äusserte er sich in der Sendung Race Anatomy der italienischen Sky.
Die früheren italienische GP-Piloten Riccardo Patrese und Ivan Capelli finden: Mit Max Verstappen würde Ferrari öfter gewinnen.
Doch der 64-jährige Mazzola widerspricht: «Verstappen war beim Start mutig, aber er hatte auch ein Auto und Bremsen, die ihm dieses Manöver ermöglichten. Aber meiner Meinung nach würde Verstappen am Steuer dieses Ferrari nicht besser abschneiden als Leclerc. Mit dem richtigen Auto ist der Monegasse durchaus in der Lage, Rennen zu gewinnen.»
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