Formel-1-Star Max Verstappen: Verwarnung und Startplatz 15 in Portimao
Max Verstappen wird bei seinem Debüt im GT World Challenge Europe Endurance Cup in Portimao nur vom 15. Startplatz starten. Hinter dem Niederländer liegt ein ereignisreicher Tag.
Ein intensiver Tag in Portimao liegt hinter Max Verstappen. Zwei 90-minütige Trainingssitzungen und das dreiteilige Qualifying standen für den viermaligen Formel-1-Weltmeister in Portugal an.
Noch vor dem Qualifying sagte Max Verstappen im Interview für den Live-Stream der GT World Challenge: «Ganz ehrlich, es hat etwas gedauert, um mich an die Strecke zu gewöhnen, denn meine Referenzwerte waren von der Nordschleife. Aber das Auto ist sehr gut abgestimmt, es hat sich in den vergangenen Jahren auch als sehr konkurrenzfähig erwiesen. Am Anfang ist es natürlich hart, aber man muss dann einfach bei den Details des Autos etwas Finetuning betreiben. Natürlich willst du immer schneller und besser sein, und es ist auch noch ungewöhnlich warm für diese Jahreszeit, das muss man natürlich auch berücksichtigen. Es geht um die kleinen Anpassungen, auch bei mir selbst. Ich muss noch etwas auf Touren kommen, ein paar Runden mehr drehen, und natürlich gilt: Je mehr Runden ich drehe, umso besser ist es. Ich hoffe, dass wir so eine gute Ausgangslage schaffen können.»
Der vierfache Formel-1-Champion lobte das GT3-Konzept: «Natürlich habe ich in meinem bisherigen Leben noch nicht wirklich die Gelegenheit gehabt, mein Auto mit Teamkollegen zu teilen. Einen ersten Eindruck davon habe ich auf der Nordschleife bekommen, und das hat mir echt viel Freude bereitet. Und es ist einfach aufregend für mich, nun hier in der GT World Challenge erstmals die Gelegenheit dazu zu bekommen.»
Und über seine Teamkollegen Ben Barnicoat und Chris Lulham sagte Verstappen: «Gegen Ben fuhr ich im Kart sehr oft, dann haben wir unterschiedliche Karriere-Wege eingeschlagen. Aber es ist schön, wieder einmal aufeinander zu treffen und das Steuer miteinander zu teilen. Mit Chris arbeite ich in der Sim-Racing-Welt schon lange zusammen. Und nun fährt er auf der echten Strecke, und macht mit jedem Rennen Fortschritte, er wird immer besser, sammelt mehr und mehr Erfahrung und misst sich mit den grossen Jungs im Fahrerlager.»
Verwarnung für Verstappen nach dem Training
Der Tag begann bereits intensiv für den Niederländer, als er nach zwei Minuten im Training Ezequiel Perez Companc im Sainteloc Racing Audi traf und umdrehte. Verstappen wurde von den Stewards schuldig gesprochen und erhielt eine Verwarnung sowie einen Behavior Warning Point, welcher erstmals aber keine Auswirkungen auf den Red-Bull-Racing-Star hat.
Der Fokus von Verstappen und seinen Teamkollegen Ben Barnicoat und Chris Lulham lag in der Session auf dem Speed und über die Distanz. Daher schloss das Fahrzeug die Session nur auf dem 20. Platz ab.
Chris Lulham unternahm am Ende des zweiten Trainings eine Qualifyingsimulation, die ihn auf den vierten Platz vorbrachte. Ein Ergebnis, welches im Mercedes-AMG Team Verstappen Racing erstmal für Zuversicht sorgte...
Sehr hohes Niveau in der GT World Challenge
Doch im Qualifying fehlte dem Fahrzeug in allen drei Segmenten, aus denen die kombinierte Zeit gebildet wurde, die über die Startaufstellung entschied, der Speed. Mit der kombinierten Rundenzeit reichte es nur für den 15. Startplatz. In seinem Segment fuhr Max Verstappen auf den 14. Rang. 0,441 Sekunden fehlten Verstappen dabei auf den dänischen Nachwuchsfahrer Simon Birch, der die schnellste Rundenzeit des Qualifyings fuhr.
Das Niveau in der GT World Challenge sei «sehr hoch», beteuerte der GP-Star daraufhin. «Gegen einige Gegner bin ich schon in der Vergangenheit angetreten. Einige sind etwas älter als ich, aber sie haben in verschiedenen Kategorien auf der ganzen Welt viel erreicht. Das ist ein sehr hohes Level, auf dem hier gefahren wird, jeder weiss das, deshalb sind wohl auch so viele Autos auf der Startaufstellung. Du willst hier in einer der besten Meisterschaften antreten.»
Die Frage, ob er im nächsten Jahr den 24h-Klassiker von Spa bestreiten werde, liess Verstappen noch offen: «Das ist meine Lieblingsstrecke und ich versuche, das hinzubekommen. Ich muss es nur sehr gut planen und mich gut vorbereiten, sollte es klappen. Ich bin auch aus Belgien, deshalb ist es immer schön, da zu sein. Und natürlich ist es auch eines der grössten Langstrecken-Events des Jahres. Ich werde mein Bestes geben, um dabei zu sein.»
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