Von Ferrari zu Cadillac: Zhou Guanyu erklärt, warum er zum US-Team wechselt
Im vergangenen Jahr war Zhou Guanyu einer der Reservisten des Ferrari-Teams. Für 2026 verstärkt er das Fahrerkader von Cadillac. Der Chinese sagt, warum dieser Wechsel Sinn macht.
Die Rolle des Test- und Reservefahrers kennt Zhou Guanyu schon gut, schliesslich sass er bereits 2020 auf der Reservebank des Renault-Teams, das im darauffolgenden Jahr als Alpine F1 Team in der Formel 1 antrat und den Rennfahrer aus Shanghai erneut als Testfahrer aufstellte.
Danach folgten drei Jahre als Stammfahrer des Alfa Romeo-Sauber-Teams, in denen der Chinese nur selten Erfolge feierte. Insgesamt sieben Mal schaffte er es in die Punkte, zwei Mal belegte er den 18. Gesamtrang, in seiner letzten Saison mit dem Schweizer Rennstall musste er sich gar mit dem 20. Platz in der WM-Tabelle begnügen.
2025 setzte das Team, das in diesem Jahr als Audi-Werksteam ein neues Kapitel aufschlägt, auf die Dienste von Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto. Für Zhou gab es keinen Platz mehr in der Startaufstellung, deshalb wechselte er auf die Reservebank von Ferrari. Nach nur einem Jahr verliess er das Team aus Maranello in Richtung Cadillac, wo er erneut als Reservist das Fahrerkader um Sergio Pérez, Valtteri Bottas und Testfahrer Colton Herta verstärken wird.
Warum er den ältesten GP-Rennstall der Welt verlassen hat, um beim Formel-1-Neueinsteiger an Bord zu gehen, erklärte er im Gespräch mit der offiziellen Formel-1-Website. Er verwies auf die vielen Teammitglieder, die ihm vertraut sind, allen voran Teamchef Graeme Lowdon, der sich um sein Management kümmert.
«Ich kenne viele Leute in diesem Team, beispielsweise Graeme und Valtteri, aber auch viele Ingenieure. Und im Lauf des Jahres 2025 habe ich mitbekommen, wie sich das Team aufstellt – und ich habe wirklich gespürt, dass es eine vielversprechende Zukunft vor sich hat», schwärmte Zhou.
Auch die Ambitionen überzeugten den 26-Jährigen: «Dieses Team steigt nicht ein, um nur dabei zu sein, es will sich im Wettbewerb behaupten. Das erste Ziel ist klar, Cadillac soll zu einem Top-Team im Mittelfeld werden, und das hat mich gereizt.»
Schliesslich hofft der 68-fache GP-Teilnehmer auch auf eine Rückkehr in die Startaufstellung. Er ist sich sicher: Beide Seiten profitieren von der Zusammenarbeit: «Ich denke, das Team hat gesehen, was ich im Laufe des vergangenen Jahres geleistet habe und welche Rolle ich hatte. Und ich glaube, dass dies für beide Seiten von Vorteil sein kann. Als einziger Ersatzfahrer des Teams habe ich die besten Chancen, wieder ins Cockpit steigen zu können.»
«Und ich glaube, dass ich das Team zusammen mit den beiden erfahrenen Stammpiloten voranbringen kann», ergänzte Zhou, der sich sicher ist, dass die Erfahrung gerade mit Blick auf die umfassende Regeländerungen, die in diesem Jahr umgesetzt werden, ein besonders wichtiger Erfolgsfaktor ist. «Ich denke, das ist im Vergleich zu weniger erfahrenen Piloten ein Vorteil.»
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