Sportlichste Versys: Kawasaki bringt reisetaugliche Versys 900 mit Radar
Im Vorfeld der EICMA präsentiert Kawasaki mit der Versys 900 einen lange erwarteten Vierzylinder-Crossover, der ab nächstem Jahr mit dem Z900-Antrieb im Sporttourer-Segment auf Kundenjagd gehen soll.
Die Spatzen pfiffen es schon seit Wochen von den Dächern: Mit der Versys 900 erweitert Kawasaki sein Angebot im Segment der «Adventure Tourer» um ein Modell der oberen Mittelklasse. Damit füllen die Japaner die Lücke, die sich im Modellprogramm zwischen Versys 650 und Versys 1100 auftut. Das Herz bildet dabei der Reihenvierzylinder mit 948 ccm, der auch in der Z900 Dienst tut.
Im Vergleich zu den 124 PS der Naked-Schwester verzichtet die Versys 900 auf 2 Pferdestärken. Das Drehmoment bleibt mit 97 Newtonmetern gleich und liegt im Crossover zudem 300 Umdrehungen später an. Eine eigene Abstimmung, die dem langstreckentauglicheren Charakter des Modells wie dem Mehrgewicht gegenüber der Naked-Schwester geschuldet sein dürfte. Genaue Angaben liegen noch nicht vor, doch die fahrfertigen 214 kg der Z900 dürfte die Versys um rund 25–30 kg übertreffen.
Denn an der Versys 900 ist nur der Motor ein bekanntes Baumuster, der Rest wurde rundherum neu und für das Segment passend konstruiert. Der Vierzylinder steckt in einem für das Crossover-Modell neu entwickelten Gitterrohrrahmen, der «gezielt auf ein ausgewogenes Verhältnis von Steifigkeit und eine präzise Rückmeldung vom Vorderrad abgestimmt» sei, lässt uns der Hersteller wissen. 20 Liter Fassungsvermögen und damit reisetaugliche Reichweite soll der Tank der Japanerin ermöglichen. Trotzdem verspricht Kawasaki eine nahezu ausgeglichene Gewichtsverteilung und, als Resultat dessen, agiles Handling, das durch ein 17-Zoll-Vorderrad und Metzeler Roadtec 01-Bereifung unterstützt werden soll.
Auf der Sitzbank sollen zwei Personen komfortabel reisen. Der Heckrahmen ist dem Einsatzzweck angepasst und stabil genug, um drei Koffer zu tragen. Je 32 Liter fassen die Seitenkoffer und 47 Liter das Topcase – gegen Aufpreis.
Neben den mittlerweile üblichen elektronischen Helfern wie Tempomat, 6-Achsen-IMU, Kurven-ABS, Smartphone-Konnektivität und mehreren Power-Modi setzt Kawasaki nun auch bei der Versys 900 auf ARAS. So nennen die Japaner die radargestützten Assistenzsysteme, die eine adaptive Funktion des Tempomaten, Kollisionswarnung und Totwinkelwarner ermöglichen. ARAS wird in beiden Versys-Versionen serienmäßig verbaut.
Ja, es wird zwei Versionen der Kawasaki Versis 900 geben. Die Oberklasse bildet dabei Kawasaki-typisch die «SE», die sich durch LED-Nebelscheinwerfer, Handprotektoren, Heizgriffe, ein Kühlerschutzgitter, Rahmenschutzpads, eine untere Motorverkleidung und einen Hauptständer von der Basis-Variante unterscheidet. Diese startet in Deutschland bei 13.270 Euro, in Österreich bei 13.349 Euro. Preise für die Schweiz liegen noch nicht vor.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach