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Lin Jarvis (Yamaha): «Konkurrenz hat sich verbessert»

Bei Yamaha wird seit Wochen gegrübelt, warum Fabio Quartararo in zehn Rennen erst einen Podestplatz (Rang 3 in Texas) erobert hat. Ist der Motor wirklich besser geworden?

MotoGP

Im Artikel erwähnt



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Das Yamaha-MotoGP-Werksteam jubelte in der Corona-Saison 2020 in Jerez über zwei Doppelsiege durch Fabio Quartararo und Maverick Viñales. Beim zweiten Jerez-Rennen am 26. Juli vervollständigte Valentino Rossi den Yamaha-Triumph mit einem starken dritten Platz. Doch drei Jahre später kam Fabio Quartararo mit der YZR-M1 des Jahrgangs 2023 auf dem Circuito de Jerez in kaum einer Session in die Top-Ten. Er blieb im Sprint ohne Punkte und schaffte im Sonntag-Rennen (nach zwei Long Lap-Penaltys) nur den zehnten Platz.

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Natürlich kamen dort die Yamaha-Techniker stark ins Grübeln. Fakt ist: Der Reihenmotor gibt auch 2023 nicht die von den Piloten erwünschte Leistung ab, deshalb müssen kleinere Flügel verwendet werden als bei den Konkurrenz-Teams, es fehlt an Downforce.

Fabio bezeichnet das Motorrad als "zu aggressiv", das gilt offenbar für das Ansprechverhalten des Motors, außerdem lässt sich die M1 nicht auf der Linie halten, der einst überragende Kurvenspeed kommt nicht mehr zum Vorschein.

Fabio Quartararo, Vizeweltmeister 2020 und 2022 und Weltmeister 2021, fasste die Situation in Le Mans zusammen: "Wir haben die einstigen Vorteile der Yamaha verloren. und die Konkurrenz hatte sich stärker verbessert als wir."

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Jorge Lorenzo, auf der M1 MotoGP-Weltmeister 2010, 2012 und 2015 und 2020 bei Yamaha noch einmal MotoGP-Testfahrer, teilt diese Meinung zu 100 Prozent.

"Es ist schwierig, eine präzise Erklärung für unsere aktuelle Situation zu finden", räumt Lin Jarvis ein, der englische Managing Director von Yamaha Motor Racing. "Denn es gibt viele Dinge zu analysieren. Aber wir haben in den letzten Jahren einige Probleme mit den Motoren gehabt. Sie begannen im Sommer 2020, als wir bei zwei unterschiedlichen Herstellern identische Ventiltypen erzeugen liessen. Es war aber nur die Spezifikation des alten Herstellers homologiert. Das erwies sich als Bürde für uns im Jahr 2020."

Zur Strafe wurden Yamaha damals 50 Punkte in der Konstrukteurs-WM aberkannt, deshalb ging die Marken-WM im Covid-Jahr mit nur 14 Rennen an Ducati verloren.

"Für 2021 haben wir dann keinen großen Fortschritt bei der technischen Spezifikation des Motors gemacht, aber immerhin konnten wir die Ventilprobleme lösen und die Zuverlässigkeit wieder Herstellern", ergänzte Jarvis im Interview mit SPEEDWEEK.com. "Dazu entsprachen die Ventile 2021 den Vorschriften. Aber wegen der Covid-Beschränkungen wurde aus Kostengründen ohnedies vereinbart, dass die ‘engine spezification’ von 2020 auch für 2021 gilt. Es war also keine Weiterentwicklung möglich."

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"Dann kam die Saison 2022, und wie alle Werke hatten wir die Absicht, bei unserem Motor ein Upgrade und mit dem modifizierten Triebwerk einen Schritt nach vorne zu machen. Aber es gab dann vor der Rennsaison 2022 Sorgen wegen der Standfestigkeit. Deshalb wurde entschieden, zwar nicht denselben Motor wie 2021 zu verwenden, aber wir gingen auf Nummer Sicher und setzten die ‘no risk solution’ ein. Das bedeutete: Unser Motor hatte im Vorjahr das dritte Jahr in Serie einen ähnlichen Performance-Level."

Wie konkurrenzfähig ist der 2023-Motor?

Den Yamaha-Managern blieb aber nicht verborgen, dass der Reihenmotor dringend eine PS-Kur benötigte. Deshalb wurde im Winter 2021/2022 ein Vertrag mit Formel-1-Motoren-Konstrukteur Ing. Luca Marmorini unterzeichnet.

Nicht zuletzt dieser vielversprechende Deal überzeugte Fabio Quartararo im Mai 2022, einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag bei Yamaha zu unterzeichnen. Obwohl auch Honda, Ducati und KTM Interesse zeigten.

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"2022 wurden offenkundig, dass wir die ‘engine performance’ verbessern müssen", sagt Lin Jarvis. "Meiner Meinung nach ist der Motor in diesem Jahr nicht unser Problem. Wir sind mit dem Triebwerk mehr oder weniger in einem konkurrenzfähigen Bereich. Aber durch die volle Konzentration auf den Motor haben wir nicht genug Zeit damit verbracht, Chassis und Aerodynamik zu verbessern. Wir erleben aber gegenwärtig, welche Fortschritte unsere Mitbewerber auf diesen Gebieten gemacht haben. Wir haben also ein Problem gelöst, sind aber in anderen Bereichen zurückgefallen."

Die Fahrer teilen diese Ansicht nicht, denn der Motor ist zwar kräftiger geworden, aber dafür hat offenbar die Kraftentfaltung gelitten.

Außerdem war im Winter bei Yamaha zu hören: Die wahren Fortschritte am 1000-ccm-Reihenmotor wird die Marmorini-Motoren-Mannschaft erst 2024 zum Vorschein bringen.

Dass die Europäer in den letzten zwei, drei Jahren größere technische Fortschritte erzielt haben als die Japaner, untermauert auch die Situation in der Marken-WM: 1. Ducati. 2. KTM. 3. Aprilia. 4. Honda. 5. Yamaha.

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"Unsere Konkurrenten haben sich einfach verbessert", bestätigt Lin Jarvis. "Vor drei Jahren hatten die Ducati auf manchen Pisten noch Mühe, flott genug um die Kurven zu kommen. Das gilt auch KTM. Die Österreicher haben von den Wintertests bis jetzt großartige Schritte vorwärts gemacht. Sie hatten immer einen starken Motor, jetzt funktioniert auch ihr Chassis und ihr Aero-Paket gut. Dazu haben sie das Einlenkverhalten verbessert."

Ergebnisse MotoGP-Rennen Le Mans/F (14.05.):

1. Marco Bezzecchi (I), Ducati, 27 Rdn in 41:37,970 min

2. Jorge Martin (E), Ducati, +4,256 sec

3. Johann Zarco (F), Ducati, +4,795

4. Augusto Fernández (E), KTM, +6.281

5. Aleix Espargaró (E), Aprilia, +6,726

6. Brad Binder (ZA), KTM, +13,638

7. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +15,023

8. Fabio Di Giannantonio (I), Ducati, +15,826

9. Takaaki Nakagami (J), Honda, +16,370

10. Franco Morbidelli (I), Yamaha, +17,828

11. Danilo Petrucci (I), Ducati, +29,735

12. Lorenzo Savadori (I), Aprilia, +36,125

13. Jonas Folger (D), KTM, +49,808

– Marc Márquez (E), Honda, 2 Runden zurück

– Jack Miller (AUS), KTM, 3 Runden zurück

– Alex Rins (E), Honda, 13 Runden zurück

– Joan Mir (E), Honda, 15 Runden zurück

– Luca Marini (I), Ducati, 22 Runden zurück

– Alex Márquez (E), Ducati, 22 Runden zurück

– Francesco Bagnaia (I), Ducati, 23 Runden zurück

– Maverick Viñales (E), Aprilia, 23 Runden zurück

MotoGP-Ergebnis Sprint, Le Mans (13.05.):

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1. Martin, Ducati, 13 Rdn in 19:59,037 min

2. Brad Binder, KTM, + 1,840 sec

3. Bagnaia, Ducati, + 2,632

4. Marini, Ducati, + 3,418

5. Marc Márquez, Honda, + 3,541

6. Zarco, Ducati, + 4,483

7. Bezzecchi, Ducati, + 5,224

8. Aleix Espargaró, Aprilia, + 6,359

9. Viñales, Aprilia, + 8,336

10. Nakagami, Honda, + 9,439

11. Rins, Honda, + 12,388

12. Di Giannantonio, Ducati, + 14,125

13. Morbidelli, Yamaha, + 15,121

14. Mir, Honda, + 15,383

15. Alex Márquez, Ducati, + 15,591

16. Petrucci, Ducati, + 19,415

17. Savadori, Aprilia, + 26,992

– Quartararo, Yamaha, 4 Runden zurück

– Folger, KTM, 5 Runden zurück

– Augusto Fernández, KTM, 8 Runden zurück

– Miller, KTM, 12 Runden zurück

WM-Stand nach 10 von 40 Rennen:

1. Bagnaia, 94 Punkte. 2. Bezzecchi 93. 3. Binder 81. 4. Martin 80. 5. Zarco 66. 6. Marini 54. 7. Viñales 49. 8. Miller 49. 9. Quartararo 49. 10. Rins 47. 11. Aleix Espargaró 42. 12. Alex Márquez 41. 13. Morbidelli 40. 14. Augusto Fernández 30. 15. Di Giannantonio 25. 16. Oliveira 21. 17. Nakagami 21. 18. Pedrosa 13. 19. Marc Márquez 12. 20. Folger 7. 21. Mir 5. 22. Petrucci 5. 23. Pirro 5. 24. Savadori 4. 25. Raúl Fernández 3. 26. Bradl 2.

Konstrukteurs-WM:

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1. Ducati, 174 Punkte. 2. KTM 103. 3. Aprilia 80. 4. Honda 73. 5. Yamaha 58.

Team-WM:

1. Mooney VR46 Racing, 147 Punkte. 2. Prima Pramac Racing 146. 3. Red Bull KTM Factory Racing 130. 4. Ducati Lenovo Team 104. 5. Aprilia Racing 91. 6. Monster Energy Yamaha 89. 7. LCR Honda 68. 8. Gresini Racing 66. 9. GASGAS Factory Racing Tech3, 37. 10. CryptoDATA RNF 28. 11. Repsol Honda 17.

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1

Marco Bezzecchi

Aprilia Racing

142

2

Jorge Martin

Aprilia Racing

127

3

Fabio Di Giannantonio

Pertamina Enduro VR46 Racing Team

116

4

Pedro Acosta

Red Bull KTM Factory Racing

92

5

Ai Ogura

Trackhouse MotoGP Team

77

6

Raúl Fernández

Trackhouse MotoGP Team

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