MotoGP-Sprint Phillip Island: Jorge Martin fliegt ab, Marc Marquez gewinnt!
Im packenden Duell mit Marc Marquez stürzte Jorge Martin im MotoGP-Sprint auf Phillip Island schwer. Marquez gewann, übernahm die WM-Führung und führte einen Ducati-Dreifachsieg an.
Der erwartete Wetterumschwung auf Phillip Island (Australien) war da: Nach einem sonnigen und warmen Trainingsfreitag empfingen die
Marc Marquez (Ducati) startete von der Pole und teilte sich die erste Reihe mit Bruder Alex (Gresini-Ducati) und Johann Zarco (LCR-Honda). WM-Leader Jorge Martin (Aprilia), Lokalmatador Jack Miller (Pramac-Yamaha), und Vorjahressieger Raul Fernandez (Trackhouse-Aprilia) bildeten die zweite Startreihe.
Vor dem Start absolvierte Marc Marquez erneut Liegestütze in der Startaufstellung. Seit Motegi nutzt der Weltmeister diese Prozedur, um seine Schulter auf die bevorstehende Belastung vorzubereiten.
Dunkle Wolken beim Rennstart
Beim Start um 15 Uhr Ortszeit (6 Uhr MESZ) war der Asphalt trocken. Alle Fahrer gingen mit Slicks in den Sprint. Pole-Setter Marc Marquez bog als Führender in die erste Kurve ein. Dahinter reihte sich Jorge Martin ein, der aus der zweiten Reihe stark gestartet war. Johann Zarco folgte auf Platz 3 vor Alex Marquez. Raul Fernandez und Aprilia-Markenkollege Marco Bezzecchi kamen dagegen schlecht weg und verloren Positionen.
Alex Marquez startete in der zweiten Runde ein Manöver gegen Jorge Martin und schob sich auf die zweite Position. Zu Beginn des dritten Umlaufs konterte der Aprilia-Pilot: Er zog im Windschatten an die Gresini-Ducati heran und bremste sich in Kurve 1 vorbei. Drei Kurven später attackierte Martin bereits den führenden Marc Marquez, zunächst jedoch ohne Erfolg. Noch vor dem Ende der Runde gelang ihm die Übernahme der Spitze.
In Runde 4 verdrängte KTM-Pilot Pedro Acosta Alex Marquez von Platz 3. Für Johann Zarco war der Sprint dagegen früh beendet: Der Franzose blieb mit einem technischen Defekt liegen.
Spannender Schlagabtausch an der Spitze
Martin und Marc Marquez setzten sich leicht vom Feld ab. Nachdem Martin in Runde 4 die schnellste Rennrunde gefahren war, erlebte er im folgenden Umlauf in Kurve 4 eine Schrecksekunde und verlor die Führung an Marquez.
Zu Beginn der sechsten Runde bremste sich Martin erneut vorbei, konnte in Kurve 2 aber die Linie nicht halten. Marquez nutzte die Lücke und übernahm wieder die Spitze. Dahinter hatte sich Alex Marquez gegen Acosta durchgesetzt. Durch die Zweikämpfe der beiden Führenden rückte der Gresini-Pilot wieder näher heran.
Highspeed-Crash: Jorge Martin muss abtransportiert werden
Zu Beginn der achten Runde griff Martin erneut an. In Kurve 1 ging er vorbei, in Kurve 2 konterte Marquez. Auch einen weiteren Angriff in Kurve 4 wehrte der Ducati-Pilot ab. In Kurve 8 nahm Martins Sprint dann ein abruptes Ende: Leicht abseits der Ideallinie rutschte er bei hohem Tempo von der Strecke und ins Kiesbett. Anschließend musste er auf einer Trage abtransportiert werden.
Nach Martins Ausfall lag Alex Marquez in Schlagdistanz zu seinem Bruder, setzte aber zunächst keinen Angriff. Fabio di Giannantonio hatte Platz 3 übernommen. Marco Bezzecchi arbeitete sich nach seinem schwachen Start bis auf Position 4 vor und hatte das Podium ebenfalls in Reichweite.
Für Raul Fernandez war der Sprint vier Runden vor Schluss beendet. Der Vorjahressieger steuerte die Boxengasse an.
Drei Ducatis vorn – Marc Marquez wieder WM-Leader!
In den letzten Runden gab es an der Spitze keine Positionswechsel: Marc Marquez stellte mit 0,3 Sekunden Vorsprung den Sprintsieg sicher und übernahm die WM-Führung. Alex Marquez wurde Zweiter, Fabio di Giannantonio komplettierte die Top-3. Nach der bitteren Niederlage in Mandalika meldete sich Ducati eindrucksvoll zurück.
Marco Bezzecchi war als Vierter bester Nicht-Ducati-Pilot. Pedro Acosta stellte für KTM ein Top-5-Ergebnis sicher. Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia) wurde Sechster, Brad Binder (KTM) kam auf Platz 7 ins Ziel. Jack Miller und Diogo Moreira (LCR-Honda) kassierten ebenfalls Punkte.
Gresini-Ersatzpilot Iker Lecuona verpasste die Punkteränge knapp. Eine halbe Zehntelsekunde fehlte Lecuona zum neunten Platz.
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