Bautista ungestraft: Yamaha-Team legte Beschwerde ein
Immer wieder sind Entscheidungen des FIM SBK Steward Panels nicht nachvollziehbar, so auch im Fall Bautista bei der Superbike-WM in Magny-Cours. Der Spanier schoss seinen Teamkollegen ab und kam damit davon.
Es war der Aufreger des Wochenendes in Frankreich: Ducati-Werksfahrer Michael Rinaldi wurde im Superpole-Race am Sonntagvormittag in der fünften Runde ausgerechnet von seinem Aruba-Teamkollegen Alvaro Bautista torpediert.
Es war offensichtlich, dass sich Bautista im Windschatten verschätzt hatte und keinerlei Absicht dahintersteckte. Es hätte nicht viel gefehlt und der WM-Führende wäre selbst auf der Nase gelegen.
Was die Gemüter erhitzte, war die Entscheidung des FIM SBK Steward Panels, denn die drei Offiziellen
BMW-Werksfahrer Scott Redding,
Die Faktenlage war identisch: Redding machte wie Bautista einen Fehler und brachte dadurch Gegner zu Fall.
Yamaha reichte gegen die Nicht-Bestrafung von Bautista eine formale Beschwerde ein, denn angesichts 57 Punkten Rückstand von Toprak Razgatlioglu in der Weltmeisterschaft ist alles hilfreich, was Gegner Bautista schwächt.
"Eine solche Beschwerde ist möglich, wenn ein Fahrer oder ein Team mit einer Sanktion oder Nicht-Sanktionierung nicht einverstanden ist", erklärte Yamaha-Teammanager Paul Denning gegenüber worldsbk.com. "Wir haben das aufs Papier gebracht und ich saß anschließend mit den für Einsprüche zuständigen Stewards zusammen. Sie haben sich das nach dem Rennen genau angeschaut und kamen zur gleichen Einschätzung wie die anderen Stewards, das Alvaro nicht mehr hätte tun können (um die Kollision zu vermeiden – der Autor). Unserer Meinung nach sollte aber dem Reglement gefolgt werden. Und dieses verlangt eine verantwortungsvolle Fahrweise. Man darf keinen Gegner in Gefahr bringen. Bautista war zu schnell und bremste zu spät gegen Toprak und Michael. Das war keine Absicht, es war noch nicht einmal seine Schuld (wegen des Windschattens – der Autor). Aber es passierte eben. Und wenn Fahrer für Fehler A bestraft werden, weil sie einen Gegner zu Fall gebracht haben, dann erwarten wir, dass auch in diesem Fall dem Reglement gefolgt wird. Alvaro krachte heftig in Michael, das hätte leicht zu einer Verletzung führen können."
"Ich weiß, dass solche Dinge nicht Schwarz und Weiß sind, wie wenn wir einen Turbo an unseren Motor bauen, der illegal wäre", ergänzte der Engländer. "Trotzdem sind wir enttäuscht und überrascht von der finalen Entscheidung."
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