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WM-Leader Nicolò Bulega (Ducati): Knackt er den Siegrekord von Toprak?
Toprak Razgatlioglu hat die Gegner in der Superbike-WM mit der BMW M1000RR in Grund und Boden gefahren, mit einem Stil, wie ihn kein anderer hat. Danilo Petrucci muss seinen Weg erst noch finden.
Toprak Razgatlioglus Erfolgsbilanz mit BMW ist erstaunlich: 39 seiner 66 Rennen für den deutschen Hersteller hat der Türke gewonnen, 58 Mal stand er auf dem Podium. Und in beiden Saisons sackte er den WM-Titel ein.
BMW-Testfahrer Michael van der Mark gelangte in den Jahren 2024 und 2025 zu der Erkenntnis, dass es nur einen Weg gibt, die M1000RR sehr schnell zu fahren – so wie Toprak. «Er ist die Referenz, weil er der Weltmeister ist und dieses Motorrad auf eine Art fuhr, wie es kein anderer tat», holte Razgatlioglus Nachfolger Danilo Petrucci im Gespräch mit SPEEDWEEK.com etwas aus. «Aber das war vielleicht auch das Problem, denn jeder Fahrer hat seinen eigenen Stil. Ich kann auch nicht exakt kopieren, was Miguel Oliveira macht, auch wenn er nicht so extrem fährt wie Toprak. Jeder Fahrer ist anders und muss seine eigenen Stärken nutzen können. Du musst an deinem Motorrad arbeiten, um versuchen zu können, dein Bestes zu geben. Einen guten Vergleich zu haben ist okay, ich muss aber derselbe bleiben, wie ich in der Vergangenheit war.»
In den ersten sechs Saisonläufen auf Phillip Island/Australien und in Portimao/Portugal tat sich Petrucci offensichtlich schwerer als ROKiT-Teamkollege Oliveira und hat einen sechsten Platz als bestes Ergebnis vorzuweisen. Dabei war er keinesfalls langsam: In der Superpole in Portimao fuhr Petrucci mit 1:39,254 min schneller als in seinen drei vorangegangenen Jahren auf Ducati, stand damit aber nur auf dem neunten Startplatz.
Mein Ansatz war, ähnlich zu fahren wie Toprak.danilo petrucci
«Die Zeiten im Qualifying waren unglaublich viel schneller als im Vorjahr, alle Bikes haben zugelegt – einige stark», hielt der Italiener aus Terni fest. «In einigen Streckenabschnitten stehen wir gut da, in anderen müssen wir nachlegen. Mein Ansatz war, ähnlich zu fahren wie Toprak. Das hat mir aber nicht sehr geholfen, weil ich weder tat was Toprak machte, noch zu was ich in der Lage wäre. Nach Portimao habe ich lange Gespräche geführt, jetzt glaube ich, dass wir uns verbessern können.
Eine konkrete Erwartungshaltung für die Rennen auf dem TT Circuit in Assen am kommenden Wochenende hat Danilo nicht. «Ich muss auf die positiven Dinge schauen», so der Evergreen. «Ich holte bislang nicht die Ergebnisse, die ich erwartet hatte. Assen ist die erste Strecke, auf der keiner davor getestet hat – das könnte interessant werden.»
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