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Danilo Petruccis letztes Rennen in der SBK-WM: Sogar der Himmel weinte

Mit Danilo Petrucci hat sich beim SBK-Finale in Jerez einer der Großen des Motorrad-Rennsports von der internationalen Bühne verabschiedet. In sehr emotionalen Worten offenbarte er sein Seelenleben.

Im Artikel erwähnt

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Es gibt viele, die haben deutlich mehr Rennen gewonnen als Danilo Petrucci. Doch kein anderer triumphierte in der MotoGP- und Superbike-WM, MotoAmerica sowie dem Superstock-1000-Cup – und gewann zudem eine Etappe bei der Rallye Dakar!

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Bis zuletzt hatte Petrucci gehofft, in der Superbike-WM bleiben zu können. Als vergangenen Woche klar wurde, dass er den Platz im Ducati-Privatteam Go Eleven nicht bekommen würde, begann er sich damit abzufinden, dass Jerez seine letzten Rennen auf diesem Niveau sein werden.

Er kam als Nachfolger von Toprak Razgatlioglu ins erfolgsverwöhnte BMW-Werksteam – und scheiterte. Mit seiner Situation ging Danilo auf so selbstreflektierende und ehrliche Art um, wie man sie unter Sportlern nur bei den charakterlich Gefestigten findet. Er schämt sich nie seiner Gefühle, das erlebten wir auch bei seinem Abschied in Jerez, der für unvergessliche Gänsehautmomente sorgte.

Petrucci: Mit BMW ging alles schief, was schiefgehen konnte

«Das Ende meiner Reise war unglaublich, das hatte ich so nicht erwartet», versuchte Petrucci den geballten Respekt des Fahrerlagers in Worte zu fassen, der ihm entgegengebracht wurde. «Als Kind wollte ich Weltmeister werden, aber das ist nicht einfach. In meinen besten Saisons in der MotoGP- und Superbike-WM war ich nicht weit weg, aber es reichte nicht. Ich bin glücklich, was ich erreicht habe. Mein Dank gilt allen bei BMW und den Menschen, die mir geholfen haben. Unglücklicherweise haben wir dieses Jahr nicht viel erreicht, aber jeder gab sein Bestes. Alles, was dieses Jahr schiefgehen konnte, ging schief. Das begann mit den verregneten Wintertests. Als ich dann endlich schneller wurde, verletzte ich mich in Most und verpasste den wichtigsten Teil der Saison im Mai und Juni mit drei Events und zwei Tests. Ich bin stolz, dass ich Werksfahrer für Ducati, KTM und BMW sein durfte, die drei größten europäischen Hersteller. Ich komme aus Italien, vom Land, und habe in der MotoGP und bei den Superbikes gewonnen, damit gingen Träume in Erfüllung. Jetzt bin ich froh, dass diese Reise vorbei ist, für mich war diese Saison sehr hart.»

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Es lässt sich schwer beschreiben, wie es ist, wenn ich winke und eine vollgepackte Tribüne flippt aus.

danilo petrucci

Danilo Petrucci über seine emotionalsten Momente

In 126 Superbike-Rennen schaffte es «Petrux» 20 Mal aufs Podium, unvergessen sind seine drei Siege beim Heimrennen von Barni Ducati in Cremona 2024, als Toprak Razgatlioglu verletzt fehlte. Doch es ist nicht sein Triple, das er hervorheben möchte. «Die emotionalsten Momente waren die letzten fünf Runden am Sonntag», hielt der 35-Jährige fest. «Da ging mir durch den Kopf, dass es nicht viele Leute gibt, die das beste Motorrad fahren dürfen, das BMW produzieren kann. Auf meinem Weg vom Parc fermé zurück an die Box – da weinte sogar der Himmel. Ich brauchte 15 Minuten für die paar Meter, weil mich vor jeder Box Leute umarmten und mir danke sagten. Mein erster Podestplatz in Donington Park und mein erster Sieg in Cremona waren auch besonders. Und die Kämpfe mit den Topjungs. Es gab viele Highlights. Aber mein größter Sieg war nicht Mugello, Le Mans oder Cremona, sondern dass ich eine Geschichte erzählt habe. Ein Sänger kann immer Musik produzieren. Aber es ist etwas ganz anderes, wenn er vor Publikum singt und sieht, wie er die Menschen glücklich macht. Wenn du Menschen nur dadurch glücklich machst, dass sie dir bei dem zuschauen, was du am liebsten tust – das ist unersetzbar. Es lässt sich nur schwer beschreiben, wie es ist, wenn ich winke und eine vollgepackte Tribüne flippt aus. So etwas kann man nicht kaufen – es hat mir Träume erfüllt. Ich konnte den Menschen Emotionen geben, das war sehr schön.»

Danilo abschließend: «Dieses Jahr hatten wir Pech. Deshalb bin ich so traurig und es tut mir wirklich leid für BMW. Seit Anfang 2024 habe ich in fast jedem Rennen um einen Podestplatz gekämpft, schon damals dachte ich mir, dass BMW mein Zielort sein könnte. 2026 war es dann so weit, unglücklicherweise lief es aber nicht, wie wir uns das vorgestellt hatten. Jeder bei ihnen hat großartigen Einsatz gezeigt, ich kann mich nur bedanken – ich werde für immer ein Fan von BMW sein. Ich bin so glücklich, dass ich weine.»

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Pos
#
Fahrer
Fahrer
Team
Runden
Zeit
Bestzeit
Punkte

01

11

Nicolò Bulega

Nicolò Bulega

Aruba.it Racing - Ducati

20

32:56,372

1:37,573

25

02

7

Iker Lecuona

Iker Lecuona

Aruba.it Racing - Ducati

20

+4,696

1:38,010

20

03

14

Sam Lowes

Sam Lowes

Elf Marc VDS Racing Team

20

+13,349

1:38,374

16

04

19

Álvaro Bautista

Álvaro Bautista

BARNI Spark Racing Team

20

+14,928

1:38,405

13

05

5

Yari Montella

Yari Montella

BARNI Spark Racing Team

20

+17,192

1:38,897

11

06

34

Lorenzo Baldassarri

Lorenzo Baldassarri

Team GO Eleven

20

+18,120

1:38,990

10

07

22

Alex Lowes

Alex Lowes

Bimota by Kawasaki Racing Team

20

+22,596

1:38,895

9

08

47

Axel Bassani

Axel Bassani

Bimota by Kawasaki Racing Team

20

+25,957

1:39,086

8

09

67

Alberto Surra

Alberto Surra

Motocorsa Racing

20

+27,142

1:39,131

7

10

88

Miguel Oliveira

Miguel Oliveira

ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team

20

+28,002

1:39,302

6

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