Danilo Petrucci: Die BMW M1000RR liefert mehr Feedback als die Ducati V4R
Nach drei Jahren mit Barni-Ducati beginnt für Danilo Petrucci in der Superbike-WM 2026 eine neue Ära: Der erste Eindruck von der BMW M1000RR stimmt ihn sehr zuversichtlich.
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Fragt man Fahrer und Experten im Paddock der Superbike-WM, welcher Hersteller aktuell das beste Material bereitstellt, dann deuten die Antworten in 99 Prozent aller Fälle auf die Audi-Tochter aus Borgo Panigale. Danilo Petrucci kennt die Ducati Panigale V4R sehr gut. In den zurückliegenden drei Jahren startete der Italiener für Barni und erhielt Werksmaterial. Im Winter wechselte «Petrux» zu BMW und zeigte sich nach den ersten Testrunden mit der M1000RR sehr überrascht.
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In der Vergangenheit hatte die BMW nie den Ruf, ein besonders zugängliches Motorrad zu sein. Toprak Razgatlioglu demonstrierte, dass die M1000RR das Potenzial für Siege und WM-Titel hat, seine Markenkollegen taten sich aber sehr schwer, konstant starke Spitzenergebnisse zu zeigen. BMW-Motor: Aggressiver Klang, aber sanfter Charakter «Bei der BMW denkt man von außen, dass sie hart oder extrem zu fahren ist. Aber in Wirklichkeit ist es ein sehr gutmütiges Bike», erklärte Petrucci beim Superbike-Test in Jerez und schwärmte im Exklusiv-Interview mit SPEEDWEEK.com-Chefredakteur Ivo Schützbach vom Fahrverhalten der M1000RR: «Ich habe mich wirklich, wirklich wohlgefühlt. Ich habe mich ehrlich gesagt auch in das Serienbike verliebt. Es war wirklich schön zu fahren.»
BMW hat Petrucci eine Trainingsmaschine bereitgestellt, die aktuell unter der Tribüne in Portimao eingelagert ist. Die Serienmaschine verhält sich laut Petrucci sehr ähnlich zur Rennversion. Das Potenzial der Serien-M1000RR überzeugt den BMW-Neuzugang: «Mit dem Standardmotorrad, fahre ich in Portimao 1:43er-Runden mit Rennreifen – das ist nicht einmal zwei Sekunden langsamer als die schnellste Rennrunde.»
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Das Gefühl, das Petrucci für die BMW aufbauen konnte, soll laut den Aussagen des Italieners besser sein als das mit der Ducati. Konzeptionell unterscheiden sich die beiden Superbikes stark. Während die BMW mit dem Reihenmotor und dem konventionellen Aluchassis einen eher klassischen Ansatz verfolgt, ist die Ducati mit dem V4-Motor als tragendem Element, dem Alu-Monocoque und der somit eher steifen Auslegung deutlich exotischer aufgebaut.
Petruccis Abrechnung mit Ducati: «Man spürt eigentlich nichts» «Sie war ziemlich extrem und sehr steif», beschrieb Petrucci die Ducati. «Was ich sagen kann: Der größte Unterschied lag in der Steifigkeit des Motorrads und darin, wie es beim Bremsen und Beschleunigen das Gewicht überträgt. Man spürt eigentlich nichts. Und man fährt sozusagen ständig wie auf Eis. Es ist schwierig, Feedback zu bekommen.» «Die BMW hingegen fühlt sich sehr freundlich an, weich, geschmeidig – auch mit dem Motor. Der Motor ist, denke ich, das Interessanteste, denn die Leistungsentfaltung ist wunderbar», lobte er die Charakteristik des BMW-Reihenvierzylinders.
«Von außen betrachtet war ich der Erste, der gesagt hat: 'Oh mein Gott, dieser Sound, richtiges Kreischen.' Ich dachte wirklich, dieses Bike sei vielleicht sehr schwierig, wenn man das Gas aufdreht, aber in Wirklichkeit ist es genau das Gegenteil. Es gefällt mir sehr», schilderte Petrucci. Das positive Kennenlernen der BMW soll aber nicht darüber hinweg täuschen, dass noch viel Arbeit vor Petruccis Crew liegt. «Auf jeden Fall muss ich das Bike im Trockenen noch viel besser verstehen. Im Nassen ist es okay, aber im Trockenen muss ich noch lernen, wie man dieses Motorrad richtig fährt», bremste der Italiener die Erwartungen.
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