Heisses Ferrari-Duell Hamilton/Leclerc, Villeneuve: Das kann ins Auge gehen
Im China-Sprint und später auch im Grand Prix kamen sich die Ferrari von Charles Leclerc und Lewis Hamilton gefährlich nahe. Weltmeister Jacques Villeneuve warnt: «Das kann ins Auge gehen.»
Der siebenfache Weltmeister Lewis Hamilton und der achtfache GP-Sieger Charles Leclerc haben sich auf dem Shanghai International Ciruit nichts geschenkt. Im Sprint passte schon kaum ein Blatt Papier zwischen die beiden roten Rennwagen, im Grand Prix kam es zu einer Berührung, aber die beiden Ausnahmekönner konnten ihre Autos unter Kontrolle behalten.
Lewis Hamilton hat zu seiner früheren Schärfe zurückgefunden, kein Vergleich mit dem Hamilton von 2025, der in Selbstzweifeln zu versinken schien.
In der WM liegt Leclerc einen Punkt vor Hamilton (34:33). Beide haben je einen Podestplatz errungen (Leclerc in Australien hinter den beiden Mercedes Dritter, Hamilton in China hinter den beiden Mercedes Dritter). Weil Charles im Sprint von China vor Lewis Zweiter wurde, hat er derzeit die Nase vorn.
Der Kanadier Jacques Villeneuve hat sich die Action vor Ort in China gegönnt. Der Weltmeister von 1997 arbeitete dort als GP-Experte unserer Kollegen von Sky. Und er hat das Ferrari-interne Duell sehr genau beobachtet.
Villeneuve: «Leclerc ist für Team Leclerc gefahren»
Der elffache GP-Sieger findet: «Leclerc ist in China nicht für Team Ferrari gefahren, sondern zunächst mal für Team Leclerc. Ich glaube, das hat Hamilton verblüfft. Aber Lewis hätte das ahnen müssen, denn Charles war schon im Sprint sehr widerspenstig.»
«Letztlich ist alles gut gegangen, aber das war schon ein wenig extrem, und so etwas kann ins Auge gehen. Vor allem jedoch haben sie durch die Rauferei ihre eigenen Chancen gegen Mercedes geschmälert – sie sind hinter Antonelli so hart gefahren, dass sie sich die Reifen ruiniert haben.»
«Lewis und Charles waren so in ihr Duell vertieft, dass vorne Kimi Antonelli wegziehen konnte. Ich bin sicher, bei Mercedes ist das mit Erleichterung beobachtet worden. Dennoch sollte sich die Mercedes-Mannschaft Sorgen machen – Ferrari ist nicht weit weg und hat ein wirklich gutes Rennauto.»
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