Sebastian Vettel: Mehr Ferrari-Power in Silverstone

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel in Baku

Sebastian Vettel in Baku

​Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel sollen im Rahmen des Grossen Preises von Grossbritannien (16. Juli) von Silverstone die jüngste Ausbaustufe des italienischen 1,6-Liter-V6-Turbomotors erhalten.

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel hatte in Baku die Möglichkeit, ein seltenes Kunststück zu zeigen. Ohne den Rempler gegen Lewis Hamilton hätte der WM-Leader den Aserbaidschan-GP wohl gewonnen – am Silberpfeil des Engländers löste sich die Cockpit-Auskleidung. Damit wäre der Weg für Vettel freigewesen, in Baku mit jenem Motor zu triumphieren, den er schon beim WM-Auftakt in Australien im Ferrari eingebaut hatte! Dieser Dauerläufer aus Maranello hat inzwischen rund 4000 Kilometer auf dem Buckel.

Notwendig wurde der Einsatz dieses Notnagels, weil es (wie in Spanien) zu einem Leck im Hydraulikkreislauf gekommen war. In aller Eile musste vor dem Abschlusstraining von Baku umgebaut werden. Die flinken Ferrari-Mechaniker schafften den Motorwechsel mit 30 Minuten Reserve vor dem Qualifying – Hut ab.

Insgesamt hat Vettel in dieser Saison zwei (der insgesamt vier erlaubten) Verbrennungsmotoren benutzt, allerdings in Kombination mit Turbolader Nummer 3 und auch mit MGU-H Nummer 3, also mit jenem elektrischen Generator, der am Lader Energie sammelt.

Seit längerem läuft in Maranello eine verbesserte Version auf den Prüfständen. Es war sogar kurz davon die Rede, ob dieser schärfere Motor schon in Aserbaidschan zum Einsatz kommen würde.

Nun scheint sicher: Triebwerk Nummer 3 für Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel, mit mehr Power, wird erst im Rahmen des britischen Grand Prix auf die Bahn gebracht (Rennen am 16. Juli) – in England ist rohe Motorleistung noch wichtiger als in Österreich.

Methusalem-Motor Nummer 1 wird für kommende GP-Wochenende auf dem Red Bull Ring wieder zur Seite gelegt, in Spielberg geht Vettel mit dem zweiten Ferrari-Motor auf die Bahn. Wenn alles nach Plan läuft, wird der Motor das ganze Wochenende über im Heck eingebaut bleiben.

Von den letzten zehn Grossbritannien-GP konnte Ferrari nur zwei gewinnen – mit Fernando Alonso 2011 und mit Kimi Räikkönen 2007. Seit 2013 und dem Sieg von Nico Rosberg ist Silverstone fest in der Hand von Mercedes-Benz: Von 2014 bis 2016 schaffte Lewis Hamilton auf seiner Heimstrecke einen Hattrick.

In Österreich sieht es für Ferrari nicht besser aus: Seit der Rückkehr auf den Red Bull Ring 2014 haben wir ausschliesslich Mercedes-Siege erlebt – 2014 und 2015 mit Nico Rosberg, 2016 (nach Kollision der beiden Silberpfeile kurz vor Schluss) mit Lewis Hamilton.

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