Otmar Szafnauer über VJM11: «Deutlicher Fortschritt»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Das Force India-Team startet mit viel Zuversicht in die Saison

Das Force India-Team startet mit viel Zuversicht in die Saison

Force India-Geschäftsleiter Otmar Szafnauer spricht über die Entwicklung des VJM11 und seine Erwartungen an Sergio Pérez und Esteban Ocon. Er ist sich sicher: «Wir haben grosse Fortschritte erzielt.»

Force India präsentierte den 2018er-Renner nur eine Stunde vor dem Start der Wintertestfahrten. In der Boxengasse des Circuit de Barcelona-Catalunya lüfteten die Stammpiloten Sergio Pérez und Esteban Ocon den Schleier, bevor Test- und Ersatzfahrer Nikita Mazepin das Steuer übernahm und die ersten Kilometer im rosa Renner abspulte.

«Wir befinden uns in einer ähnlichen Lage wie im letzten Jahr», erklärt Otmar Szafnauer stolz. Und er beteuert: «Wir werden uns schnell auf die neue Saison vorbereiten. Die Entwicklung des Fahrzeugs verlief vielversprechend und die Daten, die wir im Windkanal und durch Simulationen gesammelt haben, zeigen auf, dass wir einen deutlichen Schritt nach vorne haben machen können.»

Allerdings relativiert der Geschäftsleiter der Silverstone-Truppe auch gleich: «Natürlich wissen wir noch nicht, wo wir im Kräfteverhältnis stehen werden, weil wir die Fortschritte der anderen Teams noch nicht abschätzen können. Aber wir haben unsere Vorgaben erreicht, und das ist ein gutes Zeichen.»

Entsprechend hoch sind die Erwartungen an die eigene Leistungsfähigkeit. Szafnauer verrät: «Wir wollen uns immer weiter verbessern oder zumindest den letztjährigen Rang halten. Das heisst, wir müssen erneut mindestens den vierten Platz in der Team-Wertung erreichen. Allerdings wissen wir auch, dass man keine der Mannschaften in der Formel-1-Startaufstellung unterschätzen darf. Und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass es eine Riesenherausforderung wird, Teams wie Williams, Renault und McLaren erneut zu schlagen.»

Die Entwicklung im Winter verlief im Grossen und Ganzen störungsfrei, wie Szafnauer betont. «Abgesehen vom Halo und der Abschaffung des Airbox-Segels hat sich das Regelwerk kaum verändert, deshalb ist der VJM11 auch eine Weiterentwicklung des 2017er-Modells. Die grösste Herausforderung war die Integrierung des Halo-Schutzbügels, speziell weil es relativ lange ging, bis klar war, ob der Halo in diesem oder erst im nächsten Jahr eingeführt wird. Zum Glück lief alles nach Plan und wir haben vor Weihnachten bereits alle Crash-Tests bestanden. Das hat den Druck erheblich verringert.»

Für Zuversicht sorgt auch die Kontinuität bei den Mitarbeitern – allen voran die Weiterverpflichtung von Sergio Pérez und Esteban Ocon, die bereits 2017 für Force India auf Punktejagd gingen. «Kontinuität ist in allen Bereichen wichtig, vor allem aber bei den Fahrern», betont Szafnauer. «Und wenn man eine derart starke Saison erlebt, wie wir sie hatten, zeigen die Rivalen Interesse an allen Mitarbeitern und auch unsere Fahrer haben natürlich beste Werbung in eigener Sache gemacht. Wir haben hart gearbeitet, um sie an Bord zu halten und letztlich hatten sie keinen Grund, uns zu verlassen. Sie sind beide sehr zufrieden mit diesem Umfeld.»

Auf die Frage, welche Erwartungen das Duo in diesem Jahr erfüllen müsse, erklärte er: «Es wird interessant sein, die Entwicklung von Esteban mitzuverfolgen. Er kennt nun alle Strecken und wir erwarten, dass er in diesem Jahr noch stärker auftreten wird. Sergio ist nun 28 Jahre alt und hat sieben Jahre GP-Erfahrung gesammelt. Man kann also sagen, er ist auf dem Zenit seines Könnens. Wir erwarten, dass unsere beiden Schützlinge wie schon 2017 auf Augenhöhe kämpfen werden. Und wir waren schon immer der Ansicht, dass ein gesunder teaminterner Wettbewerb die ganze Mannschaft nach vorne bringt.»

Einen Nichtangriffspakt, wie er nach mehreren Scharmützeln zwischen Ocon und Pérez im vergangenen Jahr vorgeschrieben wurde, hat der Geschäftsleiter nicht geplant: «Beide Fahrer sind gereift und haben aus den letztjährigen Zwischenfällen gelernt. Sie verstehen, dass ihr Verhalten inakzeptabel war und das Team immer an erster Stelle kommen muss. In den letzten Saisonläufen von 2017 haben sie dann beide bewiesen, dass sie respektvoll miteinander kämpfen können. Und wir denken, damit haben sie sich das Recht erkämpft, in diesem Jahr weiterhin frei gegeneinander antreten zu dürfen.»

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