Gegner baff: Was macht Max Verstappen (Red Bull Racing-Ford/2.) anders?
Keiner hat am ersten Bahrain-Testtag mehr Runden gedreht als Max Verstappen. Der Red Bull Racing-Ford-Fahrer ist zufrieden, die Konkurrenz ist am Rätseln, was genau der Niederländer auf der Bahn tut.
Max Verstappen ist der Marathon-Mann von Bahrain: 136 Runden gedreht am ersten Testtag auf dem Bahrain International Circuit, das entspricht fast zweieinhalb Renndistanzen dieses WM-Laufs!
Der 71-fache GP-Sieger aus den Niederlanden drehte mit hoher Konstanz seine Runden und die Zeiten durften sich auch sehen lassen, selbst wenn von allen Teams Stein und Bein geschwört wird, dass niemand von ihnen auf Zeiten achte (ja, gewiss).
Was den Gegner auffällt: Max Verstappen fährt mit seinem Red Bull Racing-Ford anders. Mercedes-Teamchef Toto Wolff: «Die schaffen es irgendwie, deutlich mehr Energie einzusetzen als die anderen. Wir sprechen hier von einem Zeitgewinn von einer Sekunde pro Runde. Und das machen sie auf bis zu zehn aufeinander folgenden Runden.»
Auffälliger Fahrstil
Entlang der Bahn ist zu hören, wie Verstappen in niedrigeren Gängen um die Ecken pfeift als seine Gegner, also mit höheren Drehzahlen, und dabei offenbar mehr Energie sammelt. Die kann er dann auf den folgenden Geraden einsetzen für mehr Speed.
Das aggressive Herunterschalten führt zu einem nervöseren Auto in der Bremszone, aber damit kann der 28-jährige Niederländer dank seines überragenden Talents gut leben.
Verstappen erzählt: «Wir hatten heute einen guten Tag; wir haben viele Runden gedreht und verschiedene Programme getestet. Red Bull Ford Powertrains-Ford ist im Vergleich zu anderen immer noch ein völlig neues Projekt, daher gibt es vor dem ersten Rennen noch so viel zu lernen und zu verstehen.»
Verstappen: «Rundenzeiten und Platzierungen unwichtig»
«Wir haben viele Abläufe durchgespielt, auf die wir an einem Renntag stossen könnten: Für einen Antriebsstrang-Hersteller, der schon lange im Geschäft ist, mag das einfacher sein, aber wenn man neu ist, muss man alles ausprobieren. Natürlich haben wir auch viele normale Fahrten absolviert.»
«Jeder fährt völlig unterschiedliche Programme, daher konzentrieren wir uns nicht auf Rundenzeiten und die Platzierungen, sondern darauf, das Auto und die Reifen zu verstehen.»
«Die Strecke ist im Vergleich zu Barcelona völlig anders, daher ist dieser Vergleich sehr nützlich. Alles in allem war der Tag in Ordnung, und wir sind auf keine Probleme gestossen – das war das Wichtigste.»
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