Mika Häkkinen begeistert von Ricciardo und Bottas

Von Petra Wiesmayer
Daniel Ricciardo ist 2014 der bisher einzige Nich-Mercedes-Pilot, der schon Rennen gewonnen hat

Daniel Ricciardo ist 2014 der bisher einzige Nich-Mercedes-Pilot, der schon Rennen gewonnen hat

Mika Häkkinen ist nicht überrascht, dass sein ehemaliger Arbeitgeber McLaren die Fühler nach seinem Landsmann Valtteri Bottas ausstreckt und lobt auch Red Bull Racing-Neuzugang Daniel Ricciardo in den höchsten Tönen.

Red-Bull-Racing-Pilot Daniel Ricciardo ist der einzige Fahrer, der die beiden Mercedes von Nico Rosberg und Lewis Hamilton in diesem Jahr schlagen konnte. Sowohl in Kanada als auch am vergangenen Wochenende in Ungarn nutze der Australier die Gunst der Stunde und holte den Rennsieg, als Mercedes patzte. Der zweimalige Weltmeister Mika Häkkinen ist von dem jungen Mann aus Perth begeistert.

«Ricciardos Fahrstil, die Kontrolle über das Fahrzeug und die Überholmanöver stellen sich wie in einem Lehrbuch des Autorennsports dar», schreibt Häkkinen in seiner Hermes-Kolumne und betont besonders, wie entschlossen sich Ricciardo an seinen Konkurrenten vorbei kämpft. «Ricciardo hat anderen Fahrern gezeigt, dass – wenn er erst mal zum Überholen ansetzt, dann auch tatsächlich überholt.»

Daniel Ricciardo ist aber nicht der einzige Fahrer, der es Häkkinen angetan hat. Auch sein Landsmann Valtteri Bottas, der in seinem Williams in Österreich, Großbritannien und Deutschland drei Mal hintereinander aufs Podium fuhr, ist nach Informationen britischer Medien schon bei McLaren im Gespräch. Häkkinen überrascht das nicht.

«Das ist doch ganz natürlich. Erstens ist Valtteri noch ein junger Fahrer, der erst seit kurzer Zeit bei der Formel 1 dabei ist», meint er und sieht verschiedene Gründe, wieso man in Woking an dem jungen Finnen Interesse zeigt. «Valtteri ist auch nicht nur wegen seiner Schnelligkeit interessant. Er kann die anderen im Rennstall motivieren und schafft es, eine Atmosphäre zu schaffen, wie sie für den Erfolg notwendig ist.»

Während Häkkinen Ricciardo und Bottoas in den höchsten Tönen lobt, hagelt es für andere Fahrer jedoch auch einige Kritik. Besonders die vielen Dreher und Abflüge in Ungarn kann der 45-Jährige nicht nachvollziehen. «Allem Anschein nach wurde hier an die Grenzen gegangen und mit hohem Risiko gefahren», schreibt er. «Wenn die weißen Linien und Erhöhungen nass sind, dann sind sie auch glatt, so dass man sie meiden sollte. Das führt mit Sicherheit dazu, sich im Kreis zu drehen. Ich wundere mich, warum viele trotzdem so fuhren.»

Verständnis bringt er dafür aber für Lewis Hamilton auf, der sich der Anweisung seiner Box widersetzte, seinen Teamkollegen Nico Rosberg vorbei zu lassen. «Lewis hat natürlich in die Rückspiegel geschaut und bemerkt, dass Nico noch nicht nah genug dran war. Wahrscheinlich hat er ausgerechnet, dass es gar keinen Sinn machte, Nico vorbei zu lassen, weil er dabei zwei Sekunden verlieren würde und einen Platz auf dem Siegertreppchen. Meiner Meinung nach hat Lewis richtig gehandelt.»

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