PETA-Kritik an Lewis Hamilton: Krieg der Tierschützer

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Nichts als Liebe: Lewis Hamilton und die Raubkatzen der «Black Jaguar-White Tiger Foundation»

Nichts als Liebe: Lewis Hamilton und die Raubkatzen der «Black Jaguar-White Tiger Foundation»

Nach der Kritik der PETA-Tierschützer an Lewis Hamilton und dessen Besuch bei der privaten Stiftung «The Black Jaguar-White Tiger Foundation» wehren sich die Stiftungsverantwortlichen mit klaren Worten...

Lewis Hamilton hat nicht nur ein Herz für seine beiden Hunde Roscoe und Coco, der Formel-1-Weltmeister kuschelt und spielt auch gerne mit grossen Katzen. Zuletzt tat er das im privaten Tierschutz-Reservat der Stiftung «The Black Jaguar-White Tiger Foundation», die sich der Rettung von Tieren – vornehmlich Raubkatzen – verschrieben hat.

Die Organisation kauft oder befreit die in teilweise illegalen Zoos, Tierhandlungen und Zirkus-Betrieben unter schlimmen Bedingungen lebenden Tiere, um sie in einem privaten Reservat leben zu lassen. Es handelt sich nicht um eine Zuchtstätte, sondern um einen Rückzugsort für Tiere, die durch ihr Leben in Gefangenschaft nicht mehr ausgewildert werden können.

Das klingt nach viel Tierliebe, dennoch löste Hamiltons Besuch und seine Kuschel- und Spiel-Bilder und Videos bei den PETA-Tierschützern Entsetzen aus. Deren Geschäftsführerin Elisa Allen erklärte in einer Pressemitteilung: «Diese Bilder stützen den Irrglauben, dass Wildtiere zum Vergnügen der Menschen da sind und nicht in ihrem natürlichen Lebensraum in Ruhe gelassen werden sollten.»

Und die PETA-Verantwortliche warnte Hamilton auch vor Unfällen – mit Verweis auf die Tatsache, dass «Tiere, die nicht mit Medikamenten ruhiggestellt werden», durchaus in der Lage seien, Hamilton mehr als nur einen Teil seiner Kappe abzubeissen. Hamilton veröffentlichte daraufhin ein Bild, auf dem er grinsend seine Mittelfinger in Richtung Kamera reckt – eine Geste, der er sich auch im Rennen gerne bedient, wie Esteban Gutiérrez erfahren durfte. Einen Kommentar dazu verkniff er sich.

Nicht so die Verantwortlichen der Stiftung «The Black Jaguar-White Tiger Foundation», die auf ihrer Facebook-Seite umgehend ein Video veröffentlichten, auf dem Hamilton im Spiel mit einem weissen Tiger zu sehen ist. Dazu steht: «Ich widme dieses Video jenen Idioten und ihren überholten, die Ausrottung der Tierwelt fördernden Organisationen, die alles, was besser ist, aus Neid kritisieren. Da ihr Idioten seid, erwarte ich nicht, dass ihr versteht, dass Tiger auch Gefühle und ein Erinnerungsvermögen haben.»

Doch damit nicht genug: «Ihr sagt, dass ihr die Tiere schützen wollt, aber ihr behandelt Löwen und Tiger, als wären sie dumm. Wenn sogar Hunde (die ich liebe) in der Lage sind, sich ihren eigenen Namen zu merken und eine Person zu erkennen und zu lieben, was darf man dann von einem Tiger, einem Jaguar, einem Löwen oder einem Leoparden erwarten, die offensichtlich sehr viel intelligenter als ein Hund sind? Aber wie gesagt: Ihr seid zu dumm, um das zu verstehen.»

Mit Verweis auf die Tatsache, dass die jahrzehntelange Arbeit von PETA keine einzige Tierart nachweislich gerettet habe und deren Methoden damit für gescheitert erklärt werden können, wird auch explizit auf die Hilfe von Hamilton hingewiesen: «Macht nur weiter mit eurer nutzlosen Verschwendung von Spendengeldern, während unsere Stiftung gemeinsam mit unseren Freunden, wie etwa Lewis Hamilton, weiter versuchen die Menschen zum Umdenken zu bewegen, um diesen Planeten von der Schweinerei zu befreien, die ihr und eure überholten Methoden kreiert habt.»

Der Kommentar schliesst mit dem Hinweis auf die Tatsache, dass die Tiere im Reservat keineswegs mit Medikamenten ruhiggestellt werden. «Vielleicht habt ihr nie gesehen, wie ein Tiger auf Drogen aussieht und wahrscheinlich wurdet ihr auch noch nie von einem Tier geliebt, denn es ist reine Liebe, die dieser Magie zugrunde liegt.»

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