LS2-Helme: Bemerkenswerte Geschichte und große Pläne

Von Johannes Orasche
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Die Helmmarke LS2 ist neuer Ausrüster von Motocrosser Max Nagl und wird künftig auch Moto2-WM-Rookie Lukas Tulovic unterstützen.

Motocross-WM-Pilot Max Nagl hat für sein neues MXGP-Projekt bei Sarholz-KTM zahlreiche neue Partner gewonnen. Einer ist die Helmfirma LS2. Dabei handelt es sich um eine Eigenmarke der Firma MHR Helmets, eine der größten Motorrad-Helmfabriken der Welt. Diese Firma wurde im Jahr 1990 in der Nähe von Guangzhou (China) gegründet und stellte zunächst Helme für den Heimatmarkt her.

Auf der weltbekannten Ausstellung «Canton Fair» wurden europäische und amerikanische Marken auf MHR aufmerksam. Danach stellte MHR viele Jahre für diverse Marken wie Bell, O’Neal oder Harley-Davidson Helme her. Im Jahre 2007 entschied Besitzer Arthur Liao, nicht mehr ausschließlich als Hersteller für andere Fabrikate agieren zu wollen und gründete die Marke LS2. Sie ist somit gerade mal zwölf Jahre alt.

Der Rest ist eine rasante Entwicklung als «fastest growing helmet brand in the world», wie es im Leitspruch heißt. MHR stellt pro Jahr etwa zwei Millionen Helme her; der LS2-Anteil ist dabei inzwischen auf 70 Prozent gewachsen. In 90 Ländern der Erde werden mittlerweile LS2-Helme verkauft. In manchen Ländern ist LS2 inzwischen sogar Marktführer. Nähere infos: ls2helmets.com

Dennoch besteht noch viel Potenzial – insbesondere im High Level-Bereich. «Daher haben wir uns vor Jahren entschieden, unser Markenimage auch durch Sponsoring in den wichtigsten Rennsport-Klassen weltweit weiterzuentwickeln», erzählt Europa-Vertriebsdirektor Rainer Hullmann. «Dies machen wir mit Augenmaß und step-by-step, wobei wir im nächsten Jahr so viele Rennfahrer in der Moto3- und Moto2-WM unterstützen wie nie zuvor.» John McPhee, Héctor Barbera und Loris Baz gehören zu den Straßenrennfahrern im LS2-Pool.

Für 2019 wurde zudem eine langjährige Zusammenarbeit mit dem «RBA Skull Rider»-Moto3-KTM-Team vereinbart, bei dem LS2 künftig auch im Paddock eine Basis haben wird. «Auch unsere Werkstatt für den Helm-Service sowie eine Hospitality wird dort untergebracht sein.»

Hullmann verrät: «Es ist unser Ziel, unsere Präsenz im Paddock und auf der Strecke sukzessive auszubauen und bald auch in den Top-10 der MotoGP-WM vertreten zu sein. Dafür entwickeln wir gerade einen Helm auf Basis der FIM-Anforderungen und ausschließlich für den Einsatz auf höchstem Level im Straßen-Rennsport gedacht. Das ehrgeizige Ziel ist es, den besten Motorradhelm für den Einsatz auf der Rennstrecke zu bauen.»

Auch bei Dakar-Rallye, im US-Supercross, in der MXGP, in der EWC und in den nationalen Rennserien ist LS2 präsent. Hullmann: «Und in der IDM haben wir seit drei Jahren einen Racing-Service, der auch bei der Speedweek in Oschersleben vor Ort ist.»

Der Deal mit dem Deutschen Lukas Tulovic (Moto2/Kiefer Racing Team/KTM) für eine Zusammenarbeit wird in Kürze offiziell verlautbart.

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