Yamaha-Krise: Auch beim Finaltest in Buriram Fahrverbot für die Werks-M1
Nicht nur in Sachen Rundenzeiten ist Yamaha mit der Neuentwicklung der M1 ins Hintertreffen geraten. Auch in Buriram litten die MotoGP-Piloten. Am Sonntag hatten sie nur ein Motorrad zur Verfügung.
Es war eine der großen Nachrichten beim Marathon-Test in Sepang vor gut zwei Wochen: nach drei problemlosen Tagen beim Shakedown sah sich das Yamaha-Management gezwungen, den fünften der insgesamt sechs Tage auszulassen –
Wenn auch in milderer Form, erwischte es das Yamaha-Team in Thailand erneut. Nach einem ereignislosen ersten Testtag, der die niedergeschlagenen Chauffeure der M1 auf den hintersten Positionen zurückgelassen hatte, nahmen Fabio Quartararo und Alex Rins auch am Sonntag das Testprogramm auf. Doch schnell fiel auf: mit nur einem Motorrad.
Motoren-Nachschub noch auf der Reise
Auf Rückfrage stand Yamaha-Teammanager Massimo Meregalli wie schon in Malaysia für eine Stellungnahme zur Verfügung. Der Italiener räumte ein: «Wir haben uns entschlossen, am zweiten Tag jeweils nur ein Motorrad zu bewegen. Der Grund ist, dass wir bei den anderen beiden Bikes im Werksteam gegen Ende des ersten Tages die maximale Laufleistung der Motoren erreicht hatten. Sämtliche neuen Teile und Motoren, die wir für den Einsatz beim Saisonauftakt eingeplant haben, treffen erst morgen bei uns ein.»
Meregalli bestätigte weiter: «Aktuell sind alle Bikes auf dem gleichen Motorenstand und auch die Spezifikation, die wir am Rennwochenende einsetzen werden, entspricht der des Buriram-Tests.»
Zugleich räumte der Boss der M1-Piloten das neue Motorenprojekt ein. Meregalli im Fahrerlager von Buriram: «Es wird eine weitere Ausbaustufe des Motors geben. Ein genaues Timing für den ersten Einsatz gibt es noch nicht. Sicher ist aber, den ersten Teil der Saison in Übersee werden wir damit fahren, was wir aktuell zur Verfügung haben Vor der Rückkehr nach Europa gibt es keine Veränderung an der Motorspezifikation.»
Nur Yamaha darf weiter nachlegen
Möglich ist die Weiterentwicklung am Antrieb durch die noch geltende Concessions-Regelung. Nur Yamaha darf als unterdurchschnittlich eingestufter Hersteller auch während der Saison Updates bringen. Honda, erst Ende 2025 einen Rang aufgestiegen, muss jetzt die finale Motorvariante festlegen. Ducati, Aprilia und KTM starten mit der gleichen Version wie 2025.
Wie auch A
Noch rächt sich die Abkehr vom Reihenvierzylinder mehr, als dass Yamaha vom Schwenk zur V4-Technologie profitieren würde. Erst 2027 könnte das Pendel mit dem Neustart des Regelwerks und rundum neuen 850er-Prototypen wieder zugunsten des zweiterfolgreichsten Herstellers im GP-Geschäft ausschlagen.
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