Ducati: Wieso Marco Melandri Gas wegnehmen musste

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Marco Melandri hielt zu Rennbeginn beide Kawasaki-Piloten in Schach

Marco Melandri hielt zu Rennbeginn beide Kawasaki-Piloten in Schach

Ducati-Star Marco Melandri stürmte beim Meeting in Imola im ersten Lauf zum fünften Mal in der Superbike-WM 2017 als Dritter ins Ziel.

Als Fünfter der Startaufstellung bog Aruba Ducati-Pilot Marco Melandri im ersten Rennen der Superbike-WM in Imola als Zweiter in die erste Kurve ein. Während der Italiener seinem Teamkollegen Chaz Davies und später auch WM-Leader Jonathan Rea (Kawasaki) nicht folgen konnte, behauptete er sich bis zum Rennabbruch in Runde 14 vor dem zweiten Kawasaki-Werkspiloten Tom Sykes und fuhr als Dritter das sechste Podium im neunten Rennen der Saison 2017 ein. Highlight ist der zweite Rang beim Meeting in Aragón (Lauf 1).

Das Podium vor seinen Landsleuten nimmt für den 34-Jährigen aber den bisher höchsten Rang ein. «Beim Heimrennen auf das Podium steigen zu können, ist immer fantastisch», jubelte Melandri. «Leicht war das in Imola aber nicht! Seit dem dritten Training hatte ich Probleme. Auf der Bremse fühlte ich mich nicht komplett wohl und in der Beschleunigungsphase musste ich während der Schaltvorgänge das Gas immer etwas zurücknehmen, deshalb konnte ich nicht nicht die volle Power der Ducati ausnutzen.»

Auf Rennsieger Davies büßte Melandri nach zwölf Runden 9,3 sec ein. Der Unterschied bei der jeweils schnellsten Rennrunde machte nur 0,3 sec aus. «Chaz war hier sowieso sauschnell, vor allem im dritten Sektor. Schon beim Versuch ihm zu folgen, passierten mir ein paar Fehler», gab Melandri zu. «Mir fiel es vor allem schwer, die Ducati perfekt abzubremsen. Als das Bike nach ein paar Runden etwas leichter wurde, ging es besser.»

Konntest du die Daten von Chaz einsehen und erkennen, warum er hier so außergewöhnlich stark ist?

Das weiß ich genau, er konnte mit seinem Bike besser verzögern. Ich habe alles mögliche versucht, habe es aber nicht so hinbekommen – es ist nicht einfach.

Hattest du mit einem Angriff von Tom Sykes in der letzten Runde gerechnet?

Ich war bereit und im Grunde hatte ich mich auch darauf eingestellt, gegen beide Kawasaki-Piloten zu kämpfen. Leider konnte ich nicht unser volles Potenzial ausschöpfen. Im zweiten Rennen will ich es besser machen.

Du hast aber schon realisiert, dass er im Rennen direkt hinter dir lag?

Schon, aber in den Runden vor dem Abbruch konnte ich eine kleine Lücke herausfahren. Nur weil ich dann in der Variante Alta einen Fehler machte, konnte er wieder aufschließen. Zu der Zeit fühlte ich mich mit dem Bike aber ziemlich gut und fuhr niedrige 1:47er-Rundenzeiten – das sind keine schlechten Zeiten. Ich war sogar sehr bereit, um mit ihm um den dritten Rang zu kämpfen.

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