Gigi Dall’Igna: «Niemand hat es gemacht wie Ducati»

Von Gordon Ritchie
Superbike-WM
Gigi Dall'Igna: General Manager Ducati Corse

Gigi Dall'Igna: General Manager Ducati Corse

Für die Superbike-WM 2019 sind vier Panigale V4R bestätigt, zwei im Werksteam und je eine bei Barni und Go Eleven. Ducati-Rennchef Gigi Dall’Igna erklärt, weshalb für nächste Saison mehr investiert wird.

Chaz Davies und Alvaro Bautista bilden kommende Saison das Ducati-Werksteam, Michael Ruben Rinaldi wurde im Barni-Team untergebracht und mit Eugene Laverty bei Go Eleven gibt es neben Bautista den zweiten prominenten Neuzugang.

Seit 2011 hat Ducati in der Superbike-WM keinen Titel mehr gewonnen, damals triumphierte der Spanier Carlos Checa im Althea-Team.

2019 kommt mit der V4R erstmals in der Geschichte des italienischen Herstellers eine Vierzylinder-Maschine in der seriennahen Meisterschaft zum Einsatz. Mit ihr soll das Versagen des Twins 1199 Panigale R vergessen gemacht werden.

Nach je zwei Testtagen in Aragon und Jerez lässt sich sagen, dass Ducati mit dem neuen Motorrad bereits auf Augenhöhe mit Yamaha ist, dass Kawasaki mit Weltmeister Jonathan Rea aber deutlich voraus liegt.

SPEEDWEEK.com sprach mit Gigi Dall’Igna, General Manager Ducati Corse, über das neue Kundenteam Go Eleven.

Gigi, sobald Laverty und Rinaldi auf das Motorrad steigen: Wie wichtig werden sie sein, um mehr Informationen zu bekommen?

Das Problem ist, dass wir im Moment nicht viele Motorräder haben. Die Serienproduktion hat noch nicht begonnen, es braucht Zeit, um die Teile herzustellen. Das Team hat sich erst kürzlich entschieden zu uns zu kommen. Deshalb braucht es Zeit, um alles für Laverty vorzubereiten.

Mit Go Eleven habt ihr ein zweites Kundenteam, in der Vergangenheit hattet ihr viel mehr und das war eine Einkommensquelle für Ducati Corse. Möchtest du wieder sechs oder sieben Ducati haben, damit du wieder mehr in die Superbike-WM investieren kannst?

Go Eleven und Barni sind private Team. Es ist wie in der MotoGP-WM: Wir hätten gerne mehr Motorräder. Es geht dabei nicht nur um unsere Einnahmen, sondern auch um die Informationen, die du mit verschiedenen Fahrern und Teams sammeln kannst. Es ist wichtig, sich weiter zu entwickeln und den Entwicklungsprozess des Bikes zu beschleunigen.

Wir wissen, dass du in der Vergangenheit gut mit Eugene Laverty gearbeitet hast. Wird er für die Entwicklung nützlich sein?

Eugene ist mehr als ein Fahrer, er ist für mich ein Freund. Deshalb bin ich sehr glücklich, ihn auf einer Ducati zu sehen. Er hat einen Vertrag mit dem Team, nicht mit Ducati Corse. Die Art der Unterstützung für Go Eleven wird noch definiert. Sie werden sicher ein Ducati-Bike einsetzen, aber die Verhandlungen darüber, wie wir es machen und was das Team leisten muss, laufen noch.

Wäre die ideale Situation, einen Ducati-Ingenieur zu haben, der sich um das Team kümmert?

Es ist ziemlich spät, um einen Ingenieur im Team zu haben, das ist das Hauptproblem, das ich im Moment habe. Ich würde gerne versuchen es zu lösen, aber es ist nicht einfach.

Insgesamt sieht es so aus, als würde Ducati die Superbike-WM ernster nehmen als zuletzt. Gab es eine Veränderung innerhalb Ducati Corse? Habt ihr gesagt, dass es mehr Budget braucht, um die Superbike-WM zu gewinnen?

Ich glaube, dass Ducati der einzige Hersteller ist, der beide Meisterschaften so unterstützt wie wir. Niemand hat es so gemacht wie Ducati in der Vergangenheit. Natürlich ist das Motorrad komplett neu und du musst zu Beginn viel Entwicklung betreiben. Das kostet mehr als die normale Weiterentwicklung, wenn das Motorrad bereits auf einem guten Stand ist. Aus diesem Grund gehen wir in diese Richtung, viele Leute arbeiten für beide Weltmeisterschaften, MotoGP und SBK.

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