Yamaha: Bislang kein Bekenntnis zu Sandro Cortese

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Sandro Cortese (Mitte) mit Teammanager Filippo Conti (re.)

Sandro Cortese (Mitte) mit Teammanager Filippo Conti (re.)

Weil die Rennen in Misano, Donington Park und Laguna Seca nicht optimal liefen, hat Yamaha die Option auf Sandro Cortese für die Superbike-WM 2020 noch nicht eingelöst.

Zieht Yamaha nicht bis zum 31. Juli 2019 die Option auf Sandro Cortese, ist der Schwabe für 2020 vertraglich frei und kann auch mit anderen Teams verhandeln. Doch er unterstreicht: «Ich würde liebend gerne bei GRT bleiben, ich habe mich in einem Team selten so wohl gefühlt.»

Yamaha ist von den Leistungen des Supersport-Weltmeisters in der ersten Saisonhälfte angetan, in den ersten 19 Rennen brauste er 13 Mal in die Top-10 und glänzte mit Platz 6 in Jerez. Außerdem stand er mehrfach in der ersten Startreihe.

Aber in Misano begann eine Pechsträhne. Erst stürzte Cortese im Sprintrennen in Italien auf Platz 3 liegend, dann crashte er in Donington Park im Sprintrennen, weil Öl auf der Strecke war. Trotz kaputter Schulter trat der 29-Jährige eine Woche später in Laguna Seca an, konnte dort schmerzgeplagt aber nur vier WM-Punkte erobern.

Offensichtlich blicken die Yamaha-Manager mehr auf die letzten drei Events, als auf die ganze Saison. Sonst hätten sie die Option auf den zweifachen Weltmeister vor der Sommerpause gezogen.

«Yamaha wird sich erst nach dem Rennen in Suzuka am kommenden Wochenende entscheiden», betonte GRT-Manager Filippo Conti im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Wir sind glücklich mit Sandro, die Entscheidung liegt aber mehr bei Yamaha, als bei uns.»

Fest steht: Corteses Teamkollege Marco Melandri tritt zum Saisonende zurück und Michael van der Mark ist für das Werksteam gesetzt.

Yamaha möchte den Supersport-Weltmeister in die Superbike-WM bringen – Randy Krummenacher oder Federico Caricasulo oder sogar beide. Außerdem würde der zweifache US-Meister Cameron Beaubier gerne SBK fahren.

«Caricasulo ist jung und sehr talentiert, er kommt für einen Platz bei uns in Frage», bestätigte Conti. «Es würde Sinn machen, ihn zu verpflichten. Er wurde dieses Jahr deutlich erwachsener, konzentriert sich jetzt ausschließlich auf die Rennen und macht kaum noch Fehler. Er ist bereit für die Superbike-WM.»

Ein denkbares Szenario: Van der Mark bekommt im Werksteam Kawasaki-Spross Toprak Razgatlioglu als neuen Kollegen und GRT verlängert mit Cortese und stellt ihm Caricasulo an die Seite. Dann müsste sich nur Alex Lowes (16 Podestplätze und 1 Sieg in 154 Rennen) nach einem neuen Arbeitgeber umsehen. Ein Indiz dafür ist, dass bei der Vorstellung der neuen Yamaha R1 in Laguna Seca ausschließlich van der Mark dabei war.

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