Randy Krummenacher: Zwei Ducati-Angebote und Ten Kate

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Randy Krummenacher gewann dieses Jahr vier Rennen

Randy Krummenacher gewann dieses Jahr vier Rennen

Supersport-WM-Leader Randy Krummenacher hat für 2020 mehrere und sehr unterschiedliche Offerten vorliegen. «Ich muss mir genau überlegen, was ich will», unterstreicht das Yamaha-Ass.

«Mehr Glück kann man nicht haben», meinte Randy Krummenacher nach seinem Sturz im Rennen in Magny-Cours vergangenen Sonntag. Nach dem Highsider des Schweizers in der ersten Runde führte sein Bardahl-Evan-Bros-Yamaha-Teamkollege Federico Caricasulo das Rennen an und hätte selbst mit Platz 5 die WM-Führung übernommen. Doch der Italiener rutschte in Führung liegend aus, klaubte seine R6 auf – und stürzte eine halbe Runde später gleich noch einmal. Null Punkte.

Somit blieb es in der Weltmeisterschaft bei Krummi an der Spitze, zwei Rennen vor Schluss hat er zehn Punkte Vorsprung auf Caricasulo und steht vor dem größten Triumph seiner Karriere. Obwohl er mit vier Siegen und acht Podestplätzen in den bislang zehn Rennen der stärkste Fahrer ist, hat der 29-Jährige für 2020 noch keinen Vertrag.

Der Zürcher Oberländer spielt mit dem Gedanken, nach 2017 (damals für Puccetti Kawasaki) seine zweite Saison Superbike-WM zu fahren: Dafür hat er Angebote von den beiden Ducati-Teams Go Eleven und Barni auf dem Tisch.

«Von Go Eleven habe ich einen Zwei-Jahres-Vertrag vorliegen, den ich nur unterschreiben und wo ich kein Geld mitbringen muss», verriet Krummi. «Sie haben neue Leute von Ducati, dort tut sich was. Sie werden sich weiter verbessern. Mit Barni rede ich auch intensiv.»

Sein jetziges Supersport-Team würde ihn gerne behalten, dort wird aber eine Mitgift in der Höhe von 250.000 bis 300.000 Euro aufgerufen. «Das kann und werde ich nicht mehr bezahlen», unterstrich Krummenacher gegenüber SPEEDWEEK.com. «Es ist unglaublich, dass man einen WM-Führenden überhaupt nach Geld fragt. Mir würden sie den Platz für 150.000 geben – aber ich muss schon jetzt schauen, wie ich über den Monat komme.»

Wie steht es um das Versprechen von Yamaha-Rennchef Eric de Seynes, dass er den Supersport-Weltmeister in die Superbike-WM bringt, wie er es nach dem Titelgewinn von Sandro Cortese 2018 getan hat? «Ich habe in Frankreich mit ihm gesprochen, er wusste nichts von meiner Lage», erzählte Krummi. «Ich habe ihm alles klar und geradeaus gesagt. Er hat mir dann erzählt, dass er ein paar Hebel in Bewegung gesetzt hat. Er sagt auch, dass er enttäuscht sei und mit dem Verantwortlichen Andrea Dosoli sprechen werde. So könne das nicht sein. Sie könnten mich nicht so hängen lassen – das ist eine Aussage. Nur frage ich mich: Eric ist der Chef von Andrea und sollte eigentlich immer auf dem Laufenden sein. Es ist seltsam.»

Der Mann mit der Nummer 21 weiter: «Ten Kate hat mir angeboten gratis Supersport-WM für sie zu fahren. Allerdings sind ihre Bedingungen völlig anders, als ich das gewohnt bin. Ich muss mir erst überlegen, ob ich das eingehen will. Ich darf kein Personal mitbringen und habe nur drei Leute. Sie würden mir mit Werbeflächen helfen, damit ich mit meinen Sponsoren zu meinem Lohn komme.»

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