Yamaha rotiert: Michael van der Mark mit neuer Crew

Von Tim Althof
Superbike-WM
Michael van der Mark

Michael van der Mark

Yamaha-Werksfahrer Michael van der Mark fuhr am ersten Tag der Superbike-WM-Testfahrten im MotorLand Aragon auf den dritten Platz. Nebenher musste sich der Niederländer an eine neue Crew gewöhnen.

Mit dem Wechsel von Alex Lowes zum Kawasaki-Werksteam, und dem Neuzugang von Jungstar Toprak Razgatlioglu, stellte Yamaha auch intern einiges auf den Kopf. Michael van der Mark wird zukünftig mit Andrew Pitt als Crew-Chief zusammenarbeiten, der vorher für Lowes zuständig war. In Aragon, beim ersten Test für die Superbike-WM 2020, arbeitete der Niederländer erstmals in seinem neuen Umfeld.

Auch wenn das Wetter zu Beginn nicht mitspielte, konnte der Yamaha-Pilot am Mittwoch wichtige Erkenntnisse mit der R1 sammeln. Am Abend gab er sich im Interview mit SPEEDWEEK.com zufrieden: «Im Team wurde einiges verändert und der Tag diente dazu, sich mit allem vertraut zu machen. Andrew Pitt ist kein Fremder für mich, er hat eine klare Arbeitsweise und alles ist sehr positiv. Ehrlich gesagt habe ich nicht bemerkt, dass ich mit jemand anderem gearbeitet habe.»

«Natürlich wäre ich gerne früher auf die Strecke rausgefahren, aber die Bedingungen waren sehr bescheiden», erklärte der 27-Jährige. «Da wir einige kleine neue Teile zu testen hatten, fuhren wir dann trotzdem raus, denn wir mussten wissen, ob alles funktioniert. Anschließend warteten wir darauf, dass es abtrocknete. Wir fuhren mit dem Motorrad von 2019, hatten dort aber die neuen Teile verbaut. Das neue Bike bekommen wir beim nächsten Test in Jerez.»

Was war der Grund für den Wechsel deiner Mannschaft? Gab es Unstimmigkeiten? «Ich habe mit niemandem im Team Probleme», unterstrich der WM-Vierte. «Es war eine Gemeinschaftsentscheidung, nicht meine oder die von Yamaha. Wir haben miteinander gesprochen und sind zu dem Entschluss gekommen, dass kleine Veränderungen das Team weiterbringen können. Wir entschieden uns dafür, dass ich mit Andrew arbeiten werde. Er wollte seine Mechaniker mitbringen, ich hingegen wollte meinen Elektroniker und Reifentechniker behalten.»

Für Yamaha ist van der Mark 2020 der Fahrer mit der größten Erfahrung auf der R1, verspürt der Supersport-Weltmeister von 2014 dadurch mehr Druck? «Nein, ich denke nicht in diese Richtung. Toprak Razgatlioglu kommt von Kawasaki, und obwohl er noch jung ist, hat er viel Erfahrung. Und Garrett Gerloff hat in Amerika einiges an Erfahrung gesammelt. Es ist nicht schlecht, was sie zu Yamaha mitbringen.»

Alex Lowes fuhr am Mittwoch erstmals auf der Kawasaki neben Weltmeister Jonathan Rea und sagte, dass er sich am ersten Tag besser fühlte als auf der Yamaha jemals zuvor. Was sagt das über die R1 aus? «Ich bin noch keine Kawasaki gefahren und kann dazu nichts sagen», grübelte van der Mark. «Ich bin auf die Strecke gegangen und habe mich wohlgefühlt, aber es freut mich für Alex. Wir werden mit dem neuen Bike einen Schritt nach vorne machen, aber wir werden erst wissen wo wir stehen, wenn wir Rennen fahren.»

Zeiten Superbike-WM-Test Aragon, Mittwoch:

1. Jonathan Rea (GB), Kawasaki, 1:50,416 min
2. Scott Redding (GB), Ducati, 1:50,868
3. Michael van der Mark (NL), Yamaha, 1:50,941
4. Chaz Davies (GB), Ducati, 1:51,176
5. Toprak Razgatlioglu (TR), Yamaha, 1:51,313
6. Alex Lowes (GB), Kawasaki, 1:51,567
7. Garrett Gerloff (USA), Yamaha, 1:51,867
8. Leon Camier (GB), Ducati, 1:52,902
9. Federico Caricasulo (I), Yamaha, 1:53,514

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